TKMS Aktie: Talfahrt nach Herabstufung

Die Thyssenkrupp Marine Systems Aktie verliert deutlich nach einer Herabstufung von mwb research und charttechnischen Warnsignalen, die zu massiven Gewinnmitnahmen führen.

Kurz zusammengefasst:
  • Analyst stuft von Kaufen auf Halten zurück
  • Chartbild zeigt klassisches Verkaufssignal
  • Sektor leidet unter politischen Verunsicherungen
  • Operative Aussichten durch Großaufträge gestützt

Die Aktie von Thyssenkrupp Marine Systems bricht nach einer steilen Rallye deutlich ein. Eine Analysten-Herabstufung und charttechnische Warnsignale lösen massive Gewinnmitnahmen aus.

Das Papier verliert am Donnerstagvormittag rund 3,7 Prozent und rutscht auf 90 Euro ab. Nach dem rasanten Anstieg um über 40 Prozent seit Jahresbeginn ziehen Anleger nun die Notbremse.

Die Fakten im Überblick:
– TKMS-Aktie fällt auf 90 Euro (-3,7%)
– mwb research stuft von „Buy“ auf „Hold“ herab
– Kursziel bleibt bei 102 Euro
– Scheitern am Widerstand um 98 Euro löst Verkaufswelle aus

Analysten bremsen Euphorie

mwb research kappt die Kaufempfehlung. Die Experten sehen nach der schnellen Kursrally das kurzfristige Aufwärtspotenzial ausgeschöpft. Das Kursziel von 102 Euro bleibt zwar bestehen, doch die neue „Hold“-Einschätzung signalisiert: Erstmal abwarten.

Die charttechnische Lage verschärft den Abverkauf. Am Montag scheiterte die Aktie mehrfach am Widerstand bei 98 Euro. Am Mittwoch bildete sich ein „Bearish Engulfing“ – ein klassisches Verkaufssignal, das heute seine Wirkung entfaltet.

Nicht alle Analysten teilen die Skepsis. Deutsche Bank Research bekräftigte kürzlich die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 99 Euro an. Die divergierenden Einschätzungen treiben die Volatilität. Das Handelsvolumen liegt mit 55.000 Stück bereits deutlich über dem Durchschnitt.

Sektor unter Druck

Der Rüstungssektor insgesamt steht unter Beobachtung. US-Präsident Trump hatte per Dekret Druck auf Verteidigungsunternehmen ausgeübt und Beschränkungen bei Aktienrückkäufen gefordert. Die Maßnahme verunsichert Investoren weltweit.

Belastend wirkt zudem die Nachrichtenlage beim ehemaligen Mutterkonzern Thyssenkrupp. Die Verhandlungen über den Verkauf der Stahlsparte an den indischen Bieter Jindal stocken. Der Käufer fordert einen weitaus höheren Stellenabbau als ursprünglich vereinbart. Die IG Metall leistet Widerstand. Obwohl TKMS eigenständig notiert, färbt die negative Stimmung ab.

Die operativen Aussichten bleiben dennoch intakt. Die jüngste Kooperation mit dem kanadischen KI-Spezialisten Cohere für U-Boot-Projekte und die Hoffnung auf den indischen Großauftrag „Project-75(I)“ im Volumen von rund 8 Milliarden US-Dollar stützen die mittelfristige Perspektive.

Unterstützungszonen im Fokus

Entscheidend wird nun, ob der Verkaufsdruck anhält. Die erste Auffangmarke liegt im Bereich des offenen Aufwärts-Gaps zwischen 83,80 und 84,80 Euro. Sollte diese Zone nicht halten, rücken die gleitenden Durchschnitte bei 74,57 Euro (EMA 20) und darunter der EMA 50 als weitere Sicherheitslinien in den Fokus. Solange die 98-Euro-Marke nicht nachhaltig überwunden wird, bleibt die kurzfristige Entwicklung volatil.

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