Tomra: 1.200 Automaten für Großbritannien
Tomra erhält Auftrag über 1.200 Automaten für das britische Pfandsystem und meldet starkes Quartalswachstum.
Kurz zusammengefasst
- Lieferung von 1.200 Leergutautomaten
- Start des britischen Pfandsystems 2027
- Umsatzplus von 25 Prozent im Q2
- Analysten bleiben bei Hold-Einstufung
Tomra sichert sich eine Schlüsselrolle beim kommenden britischen Pfandsystem. Der norwegische Spezialist für Leergutautomaten liefert rund 1.200 Geräte an eine führende internationale Einzelhandelskette im Vereinigten Königreich. Dieser Auftrag markiert einen wichtigen Meilenstein vor dem offiziellen Start des Rückgabesystems im Herbst 2027.
Weichenstellung für 2027
Die Auslieferung der Automaten beginnt in der ersten Jahreshälfte 2027. Zum Einsatz kommen dabei die Modelle S2 und T-100 sowie ergänzende Lösungen für die Lagerbereiche der Filialen.
Hintergrund ist das geplante Pfandsystem, das am 1. Oktober 2027 in England, Schottland und Nordirland starten soll. Die Initiative zielt darauf ab, die Recyclingquoten für Einweggetränkebehälter massiv zu steigern und die Qualität der zurückgeführten Materialien zu verbessern.
Wachstumsmotor Collection
Parallel zum britischen Großauftrag legte Tomra starke Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 405 Millionen Euro.
Das bereinigte EBITA stieg um 30 Prozent auf 57 Millionen Euro. Besonders die Sparte Collection trieb das Wachstum mit einem Umsatzplus von 45 Prozent an. Neue Pfandsysteme in Polen, Portugal, Rumänien und Singapur befeuerten die Nachfrage nach neuer Hardware.
Andere Bereiche hatten dagegen mit Gegenwind zu kämpfen. Im Recycling-Segment sank der Umsatz um elf Prozent, was eine schwächere Marktnachfrage widerspiegelt. Auch im Lebensmittelbereich ließen die Bestellungen nach einem starken Vorjahr spürbar nach.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Investmentbank Jefferies stuft den Titel derweil weiterhin mit „Hold“ ein. Das Kursziel liegt bei 105 Norwegischen Kronen. Die Experten würdigen zwar die starke operative Entwicklung im Kerngeschäft, verweisen aber auf die anhaltenden Herausforderungen in den Sparten Recycling und Food.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 steht die Prognose. Im Bereich Collection rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 400 und 440 Millionen Euro. Damit bleibt das Unternehmen strategisch auf Kurs. Die Aktie notiert aktuell bei 15,28 Euro und verliert im Tagesverlauf über drei Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 16 Prozent.
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