TotalEnergies: Arctic LNG 2 Ausstieg genehmigt
TotalEnergies darf seinen 10-Prozent-Anteil an Arctic LNG 2 veräußern. Die Aktie bleibt mit Kursgewinnen nahe dem Rekordhoch stabil.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf des Arctic-LNG-2-Anteils genehmigt
- Aktie notiert bei 77,26 Euro
- Kursgewinne von 36,79 Prozent seit Jahresstart
- Führungskräfte kaufen eigene Aktien
TotalEnergies zieht sich aus einem belasteten Russland-Projekt zurück. Die Behörden haben dem Konzern den Ausstieg aus Arctic LNG 2 genehmigt. Damit kann TotalEnergies seinen 10-Prozent-Anteil an einen russischen Käufer übertragen.
Der Schritt passt zur geopolitischen Lage. Das Projekt stand bereits unter internationalen Sanktionen, und der Konzern trennt sich damit von einem weiteren Risiko in seinem LNG-Portfolio. Für TotalEnergies ist das kein Randdetail, sondern eine klare Verschiebung im internationalen Anlagenmix.
Rückzug aus Arctic LNG 2
Arctic LNG 2 war für TotalEnergies lange ein schwieriger Fall. Das Projekt lag im Schatten der Sanktionen und band Kapital in einem politisch sensiblen Umfeld. Mit der nun erlaubten Veräußerung kann der Konzern die Beteiligung aus der Bilanz und aus dem operativen Risiko herauslösen.
Der Markt reagiert auf solche Schritte meist nüchtern. Geopolitische Entlastung stützt oft die strategische Planung, ersetzt aber keine neuen Ertragsquellen. TotalEnergies setzt weiter auf Gas und LNG, will gleichzeitig aber das Länder- und Sanktionsrisiko enger steuern.
Aktie nahe Rekordniveau
An der Börse bleibt das Bild robust. Die Aktie notiert bei 77,26 Euro und gab zuletzt um 0,34 Prozent nach. Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch 36,79 Prozent im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten sind es 48,75 Prozent.
Auch technisch wirkt der Titel stabil. Der Kurs liegt fast exakt auf dem 50-Tage-Durchschnitt von 77,31 Euro und deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 62,84 Euro. Das 52-Wochen-Hoch bei 81,36 Euro bleibt in Reichweite.
Führung und eigene Käufe
Parallel dazu zeigen interne Transaktionen Vertrauen in die eigene Aktie. Bernard Pinatel aus dem Executive Committee kaufte am 3. Juni 174,9962 Aktien über einen Mitarbeiter-Sparplan zu 75,0625 Euro je Stück. Der Gesamtwert lag bei rund 13.135,65 Euro.
Auch Valerie Della Puppa Tibi, Mitarbeitervertreterin im Verwaltungsrat, beteiligte sich über den Sparplan. Solche Käufe sind klein, senden aber ein klares Signal: Im Inneren des Konzerns bleibt das Eigeninteresse am Kursverlauf intakt.
Hinzu kommt ein langfristiger Umbaupfad. TotalEnergies hält an seinem Ziel fest, bis 2030 100 Gigawatt erneuerbare Kapazität aufzubauen. Der Konzern finanziert diesen Ausbau weiter über stabile Cashflows aus dem Öl- und Gasgeschäft.
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