Toyota Aktie: Elektrifizierung als Wachstumsmotor
Elektrifizierte Fahrzeuge erreichen im September 58,2 Prozent der Toyota-Verkäufe in den USA; ein neues Zentrum stärkt die Batterieentwicklung.

Kurz zusammengefasst
- US-Absatz steigt um 8,4 Prozent
- Elektrifizierte Modelle legen um 37,8 Prozent zu
- Lexus verzeichnet ein Septemberplus von 11,4 Prozent
- Toyota eröffnet Batteriezentrum in Michigan
Toyota verkauft in den USA mehr Elektrifizierte denn je. Im September stieg der Absatz in dem Markt um 8,4 Prozent auf 201.306 Fahrzeuge. Treiber waren Hybride, Plug-in-Hybride und Batteriefahrzeuge, die zusammen mehr als die Hälfte der Verkäufe ausmachen.
Hybride tragen das Geschäft
Elektrifizierte Modelle kamen im September auf 117.215 Einheiten, ein Plus von 37,8 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtabsatz lag bei 58,2 Prozent. Die Marke Toyota erreichte mit 61 Prozent nach eigenen Angaben ihren bislang höchsten Elektrifizierungsanteil.
Im dritten Quartal fiel das Wachstum insgesamt deutlich flacher aus. Der Absatz legte um 0,6 Prozent auf 633.223 Fahrzeuge zu. Die Elektrifizierten wuchsen im Quartal um 28,5 Prozent und stellten 57,4 Prozent der Verkäufe.
Auffällig ist die Verschiebung innerhalb der Modellpalette. Der RAV4 verlor im September insgesamt 6,6 Prozent, doch die Hybridvarianten legten kräftig zu: Der RAV4 Hybrid verkaufte sich mehr als doppelt so oft wie ein Jahr zuvor, die Plug-in-Version knapp dreimal so oft. Die Kunden greifen offenbar verstärkt zur Teilelektrifizierung. Auch der Grand Highlander und der Sienna Hybrid wuchsen zweistellig.
Lexus legt zu, Batteriezentrum eröffnet
Die Marke Lexus steigerte den Septemberabsatz um 11,4 Prozent auf 29.837 Fahrzeuge. Der NX wuchs um 20,7 Prozent, der RX um 7,9 Prozent. Unter den Toyota-Modellen blieb der Camry mit 25.350 Einheiten ein Volumenträger.
Nicht alle Baureihen laufen gut. Der Prius schwächelte im September mit einem Minus von 16,9 Prozent, und seit Jahresbeginn liegt er deutlich unter dem Vorjahr. Sportwagen wie der Supra brachen ebenfalls ein, spielen mengenmäßig aber kaum eine Rolle.
Parallel dazu baut Toyota seine Batterieentwicklung in Nordamerika aus. In Saline, Michigan, eröffnete heute das Toyota Battery Center of North America. Auf rund 2.800 Quadratmetern testen Ingenieure Batterien für Hybride, Plug-in-Hybride, Wasserstoff- und Elektrofahrzeuge. Das Zentrum beliefert auch die Batteriefertigung in North Carolina und die Fahrzeugwerke der Region.
Mit dem Zentrum will Toyota Probleme im Feld schneller erkennen und langlebigere Akkus für amerikanische Fahrbedingungen entwickeln. Zudem öffnet der Konzern die Anlage für Forschungspartner des Electric Vehicle Center der University of Michigan.
Für das vierte Quartal gibt sich das US-Management zuversichtlich. Es verweist auf diszipliniertes Inventar und vergleichsweise niedrige Rabatte und will das Jahr nach eigener Aussage stark abschließen. Bis Ende September lag der Absatz seit Jahresbeginn mit 1.876.614 Fahrzeugen um 0,6 Prozent über dem Vorjahr.
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