TSMC Aktie: 2-Nanometer-Kapazität ausgebucht
Apple und Nvidia sichern sich Großteil der 2-Nanometer-Chips. S&P stuft Bonität auf AA- hoch. Aktie zeigt Konsolidierung.

Kurz zusammengefasst
- 2-Nanometer-Produktion für 2026 ausgebucht
- Apple und Nvidia als Hauptabnehmer
- S&P erhöht Kreditrating auf AA-
- Aktie konsolidiert nach starkem Jahreslauf
Apple und Nvidia sichern sich offenbar den Löwenanteil der kommenden 2-Nanometer-Chips von TSMC. Das Jahr 2026 ist bei dieser Fertigungsgeneration bereits jetzt praktisch ausverkauft. Der Zeitpunkt könnte kaum besser passen: Parallel dazu stuft S&P Global die Kreditwürdigkeit des Konzerns hoch.
S&P Global bescheinigt finanzielle Stärke
Die Ratingagentur hebt die langfristige Bonitätsnote von Taiwan Semiconductor Manufacturing auf AA- an. Begründet wird der Schritt mit der außergewöhnlichen Bilanzstärke des Konzerns. Selbst bei massiven Investitionsausgaben generiert TSMC weiterhin robuste Cashflows.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Analysten mit Investitionen am oberen Ende der bisherigen Spanne von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar. Das Rating-Upgrade signalisiert Investoren: Die hohen Kosten für den Ausbau moderner Fertigungsanlagen in Taiwan, den USA und Japan lassen sich aus eigener Kraft stemmen.
Nachfrage übersteigt Angebot deutlich
Berichte der vergangenen 48 Stunden zeigen ein klares Bild. Die kommende 2-Nanometer-Kapazität für 2026 ist faktisch ausgebucht. Apple und Nvidia haben sich Berichten zufolge den Großteil der ersten Charge der neuen „N2“-Prozesse gesichert.
Diese Nachfrage hält an, obwohl der japanische Konkurrent Rapidus günstigere 2-Nanometer-Chips anbieten will. TSMC behält dennoch erhebliche Preismacht. Aktuelle Daten deuten auf Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent bei den fortschrittlichsten Fertigungsprozessen hin. Der Grund: ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im KI-Chip-Sektor.
Kursverlauf zeigt Konsolidierung nach starkem Lauf
Am Freitag schloss die TSMC-Aktie in Europa bei 383,00 Euro, ein moderates Plus von 0,13 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 3,28 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 420,50 Euro, erreicht Anfang Juli, liegt der Kurs aktuell 8,92 Prozent entfernt.
Der langfristige Trend bleibt trotz der kurzfristigen Schwäche intakt. Mit 383,00 Euro notiert die Aktie deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 294,14 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 40 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar fast 95 Prozent. Der RSI von 50,7 signalisiert nach der jüngsten Abkühlung eine neutrale Marktdynamik.
Verzögerte Umsatzzahlen im Fokus
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Juni-Umsatzzahlen. Ein Taifun im Pazifikraum hat deren Veröffentlichung verzögert. Analysten erwarten einen historischen Höchstwert von über 400 Milliarden Taiwan-Dollar für den Monat.
Mehr Klarheit zum Ausblick für das zweite Halbjahr dürfte es Mitte Juli geben, wenn das Management sein strategisches Briefing abhält. Im Zentrum steht dabei eine Frage: Hebt TSMC die Wachstumsprognose über die bisherigen 30 Prozent hinaus an? Investoren dürften diesen Termin genau verfolgen, denn er liefert auch aktualisierte Ziele für die Investitionsausgaben.
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