TSMC Aktie: 29,44 Milliarden für Kapazitätsausbau

TSMC plant 29,44 Mrd. USD Kapitalbudget, meldet starke Q2-Zahlen und gründet mit Sony ein Joint Venture für Bildsensoren in Japan.

Redaktion Stock-World ·
Hochmoderne Halbleiterfertigung in einem Reinraum mit Fokus auf Silizium-Wafer und industrielle Hochtechnologie. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Kapitalbudget von 29,44 Milliarden Dollar
  • Umsatzplus im Juli von 44,7 Prozent
  • Neues Joint Venture mit Sony in Japan
  • Bernstein erhöht Kursziel auf 554 Dollar

Der taiwanische Halbleiter-Konzern TSMC stellt die Weichen für eine massive Ausweitung seiner weltweiten Produktionskapazitäten. Am gestrigen Dienstag genehmigte das Board of Directors ein Kapitalbudget von rund 29,44 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel sollen primär in den Ausbau fortschrittlicher Fertigungstechnologien sowie in die Errichtung neuer Kapazitäten fließen.

Starke Quartalszahlen und höhere Dividende

Parallel zu den Investitionsplänen legte das Unternehmen beeindruckende Zahlen für das zweite Quartal vor. TSMC erzielte einen Umsatz von 1,27 Billionen NT-Dollar und einen Nettogewinn von 706,56 Milliarden NT-Dollar. Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 27,25 NT-Dollar. Die Dynamik hielt auch nach dem Quartalsende an: Allein im Juli stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 44,7 Prozent auf 467,58 Milliarden NT-Dollar.

Angesichts der starken Ertragslage kündigte das Management eine Dividende von 7,0 NT-Dollar pro Aktie für das zweite Quartal an. Aktionäre, die zum Stichtag am 16. Dezember in den Büchern stehen, erhalten die Ausschüttung am 7. Januar des kommenden Jahres. Diese Entscheidung unterstreicht die Zuversicht der Unternehmensführung in die künftige Cashflow-Entwicklung trotz der hohen geplanten Ausgaben.

Strategische Partnerschaft mit Sony in Japan

Ein zentraler Bestandteil der Expansion ist die formelle Einigung auf ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit Sony Semiconductor Solutions. In Koshi City in der japanischen Präfektur Kumamoto entsteht die „Advanced Vision Semiconductor Manufacturing Corp.“. Die Partner investieren gemeinsam rund 747 Milliarden Yen in den Standort. Sony übernimmt dabei als Hauptaktionär die Kontrolle und steuert etwa 465 Milliarden Yen bei.

TSMC beteiligt sich mit rund 282 Milliarden Yen an dem Joint Venture. Ziel des Projekts ist die Produktion von Bildsensoren der nächsten Generation. Während die Entwicklung maßgeblich von Sony vorangetrieben wird, übernimmt der taiwanische Branchenprimus die Fertigungskompetenz. Der Start der Volumenproduktion in den neuen japanischen Anlagen ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Kapazitätsausbau und optimistische Analystenstimmen

Auch in den USA forciert das Unternehmen sein Engagement massiv. Die geplanten Gesamtinvestitionen für den Standort in Arizona wurden auf 265 Milliarden US-Dollar angehoben.

Geplant ist ein Campus mit insgesamt zehn Fabriken, wobei künftige Anlagen für die Produktion von Chips in 2-Nanometer-Technologie und darunter vorgesehen sind. Für das Gesamtjahr 2026 hob TSMC die Prognose für die Investitionsausgaben auf eine Spanne von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar an.

Die Analysten von Bernstein reagierten prompt auf die Expansionsschritte und das Potenzial im CPU-Markt. Analyst Mark Li bestätigte seine Einstufung mit „Outperform“ und hob das Kursziel für die US-Notierung von 430 auf 554 US-Dollar an. Er prognostiziert für das Jahr 2027 ein massives Umsatzpotenzial im Bereich der Prozessoren für Rechenzentren.

An der Börse spiegelte sich der Wachstumskurs zuletzt in einer positiven Tendenz wider. Das Papier schloss gestern bei 366,00 Euro. Seit Beginn des Jahres verzeichnet die Aktie damit ein deutliches Plus von 42,41 Prozent. Aktuell notiert der Wert etwa 17,22 Prozent über seinem Durchschnittskurs der vergangenen 200 Tage, was den anhaltenden Aufwärtstrend untermauert.

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TSMC Aktie

404,00 EUR

– 2,00 EUR -0,49 %
KGV 33,28
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,80 %
Marktkapitalisierung —
ISIN: US8740391003 WKN: 909800

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