TSMC Aktie: 400 Milliarden Taiwan-Dollar Rekord erwartet
Der Chipriese TSMC steuert auf einen Juni-Umsatzrekord zu. Trotz eines Kursrückgangs dominiert der Konzern den KI-Chipmarkt und investiert massiv.

Kurz zusammengefasst
- Erwarteter Juni-Umsatz über 400 Milliarden NTD
- Preiserhöhungen von fünf bis zehn Prozent
- Bruttomarge von fast 70 Prozent erwartet
- Investitionen von 73 Milliarden Dollar für 2027
Ein Taifun verzögert die offiziellen Monatszahlen. Die Börse reagiert nervös und schickt das Papier auf 432 US-Dollar abwärts. Hinter den Kulissen bahnt sich allerdings ein historischer Rekord an. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger produziert am absoluten Limit.
Experten erwarten für den abgelaufenen Juni einen Umsatz von über 400 Milliarden New Taiwan Dollar. Das wäre eine Premiere in der Firmengeschichte. Der Hunger nach KI-Chips lastet die Fabriken komplett aus.
Das Management hält nach einem starken Frühjahr an seiner Jahresprognose fest. Der Umsatz soll 2026 währungsbereinigt um mehr als ein Drittel wachsen.
Konkurrenzlose Preismacht
Um steigende Kosten abzufedern, hebt TSMC die Preise spürbar an. Bei den modernsten Fertigungsverfahren müssen Großkunden fünf bis zehn Prozent mehr zahlen. Alternativen fehlen. TSMC beherrscht den Markt für Spitzen-Chips quasi monopolistisch.
Das zeigt sich in der Profitabilität. Analysten rechnen im abgelaufenen Quartal mit einer Bruttomarge von fast 70 Prozent. Die Investmentbank JPMorgan geht von einer massiven Überlastung aus. Die Auslastung der neuesten Anlagen könnte dieses Jahr bei über 120 Prozent liegen.
Milliarden-Investitionen für die Zukunft
Die langfristigen Pläne der US-Partner erzwingen gewaltige Investitionen. Nvidia will kommendes Jahr rund sieben Millionen Einheiten seiner neuen Architektur ausliefern. AMD plant zeitgleich mit etwa sechs Millionen Hochleistungsprozessoren.
TSMC stemmt als Hauptfertiger dieses enorme Volumen. Analysten korrigieren ihre Prognosen für die Investitionsausgaben deshalb deutlich nach oben. Allein 2027 dürfte der Konzern rund 73 Milliarden US-Dollar in neue Fabriken stecken. Das liegt weit über dem bisherigen Budget.
Ein Analystentreffen Ende Juli bringt weitere Klarheit. Dann präsentiert der Vorstand die offizielle Prognose für das zweite Halbjahr. Das Vertrauen in der Chefetage ist jedenfalls intakt. Führende Manager kauften kürzlich Aktien auf dem freien Markt. Übertrifft der anstehende Ausblick die hohen Erwartungen, rückt das durchschnittliche Kursziel von 479 US-Dollar schnell näher.
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