TSMC Aktie: 400-Millionen-Maschinen zu teuer
TSMC setzt bei neuen Fertigungsprozessen auf bewährte EUV-Lithografie und verzichtet vorerst auf teure High-NA-Maschinen. Der Konzern baut parallel das KI-Chip-Geschäft aus.
Kurz zusammengefasst
- Verzicht auf teure High-NA-EUV-Maschinen
- Massiver Ausbau der CoWoS-Kapazitäten
- Starke Liquidität von 106 Milliarden Dollar
- Analysten sehen Kursziel bei 404 Dollar
Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter bleibt bei seinem Kostenkurs. TSMC setzt für die geplanten Fertigungsprozesse A12 und A13 weiter auf etablierte EUV-Lithografiesysteme. Die neuen High-NA-EUV-Maschinen – jede kostet rund 400 Millionen Dollar – stuft das Management derzeit als zu teuer für die eigene Produktionsplanung ein.
Die Aktie notiert am Mittwoch bei 341,50 Euro, ein Plus von 1,19 Prozent zum Vortag. Der Kurs liegt damit knapp fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 358 Euro – und gut 30 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Kostenbewusstsein als strategischer Hebel
Während Wettbewerber wie Intel oder Speicherhersteller auf die teure High-NA-Technologie setzen und erste Massenfertigung für 2027 anpeilen, bremst TSMC. Das Unternehmen hält die neuen Maschinen für aktuell nicht kosteneffizient genug. Ein kalkulierter Schritt: TSMC hat Milliarden in die bestehende EUV-Infrastruktur investiert und fährt diese mit hohen Auslastungsraten.
Parallel dazu baut der Konzern sein CoWoS-Packaging massiv aus – eine Schlüsseltechnologie für KI-Chips. Die Kapazität wächst mit einer jährlichen Rate von 90 Prozent. Der Grund: KI und High-Performance Computing sollen bis 2030 rund 55 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.
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Starke Bilanz, steigende Dividende
TSMC finanziert das Wachstum aus eigener Kraft. Zum ersten Quartal 2026 lag die Liquidität bei umgerechnet rund 106 Milliarden Dollar, der operative Cashflow erreichte 699 Milliarden Taiwan-Dollar. Für das laufende Jahr plant der Konzern Investitionen am oberen Ende der Spanne von 52 bis 56 Milliarden Dollar. Zudem stellte das Management eine höhere Dividende in Aussicht.
Das interne Vertrauen ist spürbar: Vergangene Woche zeigten öffentliche Transaktionen von Vizepräsidenten sowohl Käufe als auch Verkäufe von Aktien. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch – das durchschnittliche Kursziel liegt bei 404 Dollar, das Votum lautet „Kaufen“.
TSMC hält an seiner Strategie fest: erst die Kosten im Griff, dann die nächste Technologie. Der konsequente Ausbau der 3-nm- und 5-nm-Kapazitäten soll die Nachfrage nach modernsten Chips bedienen – ohne sich von teuren Neuanschaffungen treiben zu lassen.
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