TSMC Aktie: 44 Milliarden für Arizona genehmigt
TSMC erhält Genehmigung für 20 Mrd. Dollar zusätzlich in Arizona. Der Chip-Auftragsfertiger profitiert von KI-Boom und plant Preiserhöhungen.

Kurz zusammengefasst
- 20 Milliarden Dollar mehr für Arizona
- KI-Nachfrage treibt Expansion an
- Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent
- Goldman Sachs sieht hohe Hedgefonds-Gewichtung
Taiwans Wirtschaftsministerium gibt grünes Licht. Taiwan Semiconductor Manufacturing darf weitere Milliarden in sein US-Werk stecken. Die Börse feiert die Entscheidung. Am Freitag sprang der Kurs um 4,21 Prozent auf 396,00 Euro.
Milliarden für Arizona
Der Chip-Gigant investiert zusätzliche 20 Milliarden US-Dollar in Arizona. Damit steigt die genehmigte Gesamtinvestition für das Projekt auf 44 Milliarden Dollar. Das Kapital fließt in moderne Verpackungsanlagen und neue Produktionsstätten für 12-Zoll-Wafer.
TSMC reagiert auf die enorme Nachfrage nach KI-Hardware. Das Unternehmen baut seine Kapazitäten abseits der Heimatinsel massiv aus. Finanzchef Wendell Huang betonte allerdings einen wichtigen Punkt. Die fortschrittlichste Produktion bleibt weiterhin in Taiwan.
Preismacht treibt Prognosen
Parallel dazu dreht der Konzern an der Preisschraube. Medienberichten zufolge plant TSMC Aufschläge von bis zu zehn Prozent für hochmoderne Chips. Bei einem Weltmarktanteil von rund 75 Prozent besitzt der Auftragsfertiger eine enorme Preismacht.
Die Folge: Analysten passen ihre Schätzungen bereits an. Sie erwarten mittelfristig einen kräftigen Gewinnsprung. Der Gewinn je Aktie könnte um knapp die Hälfte auf 15,80 Dollar klettern. Um das Wachstum zu stemmen, hebt TSMC die Investitionsausgaben deutlich an. Das Budget für 2026 soll 56 Milliarden Dollar erreichen.
Samsung greift an
Großinvestoren halten dem Unternehmen derweil die Treue. Die Investmentbank Goldman Sachs beobachtet bei Hedgefonds eine konstant hohe Gewichtung von KI-Profiteuren. TSMC bildet das Zentrum dieses Megatrends.
Auf dem Markt für Auftragsfertiger wächst jedoch der Druck. Aktuelle Gerüchte deuten auf einen möglichen Wechsel von Meta hin. Der Tech-Riese könnte Bestellungen für neue KI-Chips an Samsung vergeben. Die Südkoreaner positionieren sich mit ihrem 2-Nanometer-Prozess. Apple hält TSMC dagegen weiterhin die Treue.
Stabiler Aufwärtstrend
Anleger stört dieser Wettbewerb aktuell wenig. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von über 45 Prozent. Der Kurs notiert knapp unter dem Rekordhoch von 420,50 Euro.
Ein Blick auf den Chart untermauert die Stärke. Hält die Unterstützung bei der wichtigen 50-Tage-Linie, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Diese verläuft im Moment bei 363,12 Euro.
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