TSMC stellt die Weichen für den nächsten Wachstumsschub. Der Chipriese will 2026 deutlich mehr investieren, um die hohe Nachfrage nach Hochleistungs- und KI-Chips bedienen zu können – und gibt sich beim Ausblick entsprechend selbstbewusst. Die zentrale Frage für Anleger: Trägt die teure Ausbauoffensive das erwartete Wachstum?
Milliarden für KI-Fertigung
Für 2026 plant TSMC Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden US‑Dollar. Das ist ein klarer Sprung gegenüber den 40,9 Milliarden US‑Dollar, die 2025 ausgegeben wurden. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf modernster Fertigungstechnologie.
Rund 70 bis 80 Prozent des Budgets sollen in fortgeschrittene Prozessknoten fließen. Diese sind entscheidend für Chips, die in künstlicher Intelligenz, High-Performance-Computing und hochwertigen Smartphones eingesetzt werden. Managementseitig wird der Capex-Anstieg direkt mit „High-Growth“-Chancen in den kommenden Jahren verknüpft.
Parallel dazu rechnet TSMC für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzplus von knapp 30 Prozent. Das Unternehmen signalisiert damit, dass es den KI-Boom als strukturellen Trend und nicht als kurzfristigen Hype einordnet.
Vorstände in Nordamerika neu besetzt
Abseits der Investitionspläne meldete TSMC am 23. Januar eine Veränderung im Aufsichtsgremium der nordamerikanischen Tochter. Sylvia Fang und Sajiv Dalal wurden neu in den Vorstand von TSMC North America gewählt. Die Neubesetzung folgt auf das reguläre Ausscheiden von David Keller.
Inhaltliche Details zur strategischen Ausrichtung der Tochtergesellschaft wurden nicht genannt. Die Meldung steht damit klar im Schatten der aggressiven Investitionsplanung, die derzeit die Kursfantasie dominiert.
Analystenreaktion: Optimismus mit Gegenstimme
Die Anhebung der Investitionsziele und die starke Prognose haben eine Reihe neuer Einschätzungen ausgelöst. Viele Analysten bleiben positiv und verweisen auf die Kombination aus starker operativer Umsetzung, Marktführerschaft in der Fertigung und KI-getriebenem Wachstum.
Auffällig ist allerdings mindestens eine klar abweichende Stimme: Am 23. Januar wurde ein „Sell“-Rating veröffentlicht, das die Aktie als „auf Perfektion bepreist“ bezeichnet und auf hohe Bewertungskennziffern hinweist. Andere Häuser bekräftigten dagegen ihre optimistischen Einschätzungen mit Verweis auf die mögliche Ertragsskalierung durch die neuen Kapazitäten.
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Die aktuelle Kursentwicklung spiegelt eher das Lager der Optimisten wider: Die Aktie liegt auf Sicht von zwölf Monaten mit über 80 Prozent im Plus und notiert nur noch rund 2 Prozent unter ihrem 52‑Wochen-Hoch. Gleichzeitig beträgt der Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt fast 50 Prozent – ein Hinweis auf einen sehr starken vorangegangenen Trend.
Rückenwind durch starke Zahlen und Politik
Die Investitionsoffensive kommt nicht aus dem Nichts. Im vierten Quartal 2025 erzielte TSMC einen Rekordgewinn: Der Nettogewinn legte im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 16 Milliarden US‑Dollar zu. Getrieben wurde das Ergebnis vor allem durch die hohe Nachfrage nach modernen Fertigungsstrukturen.
Technologien von 7 Nanometern und darunter machten im Schlussquartal 77 Prozent der gesamten Wafererlöse aus. Dieser Mix unterstreicht die starke Position im Premiumsegment, in dem Margen und Preissetzungsmacht traditionell höher sind.
Zusätzlichen Rückenwind liefert der politische Rahmen. Ein jüngstes Handelsabkommen zwischen den USA und Taiwan soll Zölle senken und Investitionen taiwanischer Unternehmen in US‑Fertigungsstätten erleichtern. Für TSMC ist das relevant mit Blick auf den Ausbau der Werke in Arizona, der von günstigen regulatorischen Bedingungen profitieren könnte – und auf die globale Diversifizierung seiner Produktion.
Die Investitionswelle bei TSMC wirkt zudem weit über das Unternehmen hinaus: Zulieferer im Bereich Halbleiter-Equipment dürften von steigenden Bestellungen profitieren. Schon jetzt berichten Marktteilnehmer von gestiegener Zuversicht in diesem Segment.
Ausblick: Wachstumspfad bis 2029
Für das erste Quartal 2026 stellt TSMC Erlöse zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden US‑Dollar in Aussicht. Darüber hinaus gibt das Management einen ungewöhnlich klaren Mehrjahresblick: Bis 2029 peilt das Unternehmen eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 25 Prozent an.
Besonders dynamisch soll dabei der KI-Bereich wachsen. AI-bezogene Umsätze erwartet TSMC mit einer jährlichen Wachstumsrate im mittleren bis hohen 50‑Prozent-Bereich. Die Konsensschätzungen an der Wall Street liegen entsprechend: Im Durchschnitt rechnen Analysten mit einem deutlichen Gewinnanstieg je Aktie für 2026, der zur Umsatzprognose passt.
Für Anleger ist der nächste Fixpunkt klar definiert: Mit dem Quartalsbericht zum ersten Quartal 2026 will TSMC zeigen, ob die hohen Erwartungen bei Umsatz, Margen und der Umsetzung der Ausbaupläne eingelöst werden.
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