TSMC startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Kurz vor dem Jahreswechsel meldet der Chipfertiger gleich zwei zentrale Fortschritte: den Start der Massenproduktion seiner 2-Nanometer-Technologie und Planungssicherheit für das Werk im chinesischen Nanjing. Zusammen mit anhaltend hoher Nachfrage aus dem KI-Sektor schafft das eine solide Grundlage für 2026.
2nm-Produktion nimmt Fahrt auf
Im vierten Quartal 2025 hat TSMC die Volumenproduktion des neuen 2-Nanometer-Nodes (N2) offiziell aufgenommen. Der Startschuss fällt im Werk Fab 22 im südlichen taiwanischen Kaohsiung, das nun die ersten Stückzahlen liefert.
Ursprünglich sollte Fab 20 in Hsinchu beim 2nm-Rollout vorangehen, dort wird die Massenproduktion allerdings erst später folgen. Technologisch markiert N2 einen Einschnitt: TSMC wechselt von klassischen FinFET-Strukturen zu Gate-All-Around (GAA) Nanosheet-Transistoren. Diese neue Architektur soll je nach Auslegung entweder rund 10–15 % mehr Leistung oder etwa 25–30 % geringeren Stromverbrauch gegenüber dem bisherigen N3E-Knoten ermöglichen – ein entscheidender Vorteil vor allem für Hochleistungsrechner und KI-Anwendungen.
Mit der laufenden 2nm-Fertigung in Kaohsiung produziert TSMC nach eigenen Angaben aktuell die weltweit fortschrittlichsten Logikchips. Das untermauert den technologischen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie Samsung und Intel.
US-Lizenz sichert Nanjing-Werk ab
Parallel dazu gibt es Entspannung auf der regulatorischen Seite. Das US-Handelsministerium hat dem Unternehmen eine jährliche Exportlizenz für das Werk im chinesischen Nanjing erteilt. Diese neue Genehmigung folgt unmittelbar auf das Auslaufen des bisherigen „Validated End-User“-Status am 31. Dezember 2025.
Die Lizenz erlaubt es TSMC, weiterhin US-kontrollierte Fertigungsanlagen nach Nanjing zu bringen, ohne dass für jede Lieferung eine separate Zulassung der jeweiligen Anbieter nötig ist. Damit reduziert sich das Risiko von Lieferunterbrechungen deutlich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TSMC?
In Nanjing produziert TSMC vor allem ältere Fertigungsknoten wie 16nm und 28nm. Diese gelten zwar nicht mehr als „Leading Edge“, bleiben aber essenziell für Branchen wie Autoelektronik und Konsumelektronik. Die neue Exportlizenz sorgt somit für Planbarkeit in einem Bereich, der zwar weniger im Rampenlicht steht, aber stabile Nachfrage liefert.
Nvidia treibt KI-Nachfrage
Zusätzliche Dynamik kommt aus dem KI-Boom. Aus der Zulieferkette ist zu hören, dass Nvidia TSMC offiziell um eine sofortige Ausweitung der Produktion seiner H200-KI-Prozessoren gebeten hat. Der Hintergrund: Große chinesische Tech-Konzerne sollen zusammen Bestellungen von mehr als zwei Millionen Einheiten platziert haben.
Die Mehrnachfrage schlägt direkt auf TSMCs 4nm-Fertigungslinien durch:
- Auslastung: Die zusätzlichen H200-Volumina dürften die Kapazitäten für fortschrittliche Fertigungsknoten zumindest im ersten Halbjahr 2026 weiter verknappen.
- Umsatzsichtbarkeit: Die H200-Aufträge schließen die Lücke, bis die nächste Nvidia-Generation („Blackwell“-Chips) voll anläuft, und verbessern damit die Planungssicherheit.
- Preissetzungsmacht: Die starke KI-Nachfrage stärkt TSMCs Position, hohe Preise für Premium-Fertigungsservices durchzusetzen.
Damit zahlt die enge Verzahnung mit Nvidia und der KI-Welle direkt auf die Ergebnisperspektiven der kommenden Quartale ein.
Kursniveau und Ausblick auf 2026
Zum Jahresende spiegelt sich die positive Nachrichtenlage auch im Aktienkurs wider: Die TSMC-Aktie schloss den Handelstag am 31. Dezember 2025 bei 303,89 US-Dollar und notiert damit auf ihrem 52‑Wochen-Hoch; auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von gut 20 % zu Buche.
In die ersten Monate 2026 startet das Unternehmen somit mit drei klaren Stützen: einer angelaufenen 2nm-Massenproduktion in Kaohsiung, einer gesicherten Versorgung des Nanjing-Werks mit US-Anlagen und einer sehr hohen KI-Nachfrage, die die Auslastung der modernen Fertigungsknoten bis zur Einführung der nächsten Chipgeneration von Nvidia absichert.
TSMC-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TSMC-Analyse vom 1. Januar liefert die Antwort:
Die neusten TSMC-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TSMC-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TSMC: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
