TUI Aktie: 40-Millionen-Kosten durch Iran-Konflikt
TUI senkt Jahresziele und streicht Umsatzprognose wegen Iran-Krise. Die Aktie zeigt sich trotz Millionenkosten leicht erholt.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzprognose für 2026 gestrichen
- EBIT-Ziel auf 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro gesenkt
- Iran-Konflikt verursacht 40 Mio. Euro Kosten
- Kreuzfahrt-Tochter in Zürich verkauft
TUI verkauft seine Kreuzfahrt-Tochter Cruisetour in der Schweiz — und senkt gleichzeitig die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Ausgerechnet der Iran-Konflikt belastet den Reisekonzern mit Millionenkosten. Die Aktie notiert dennoch leicht im Plus.
Die Cruisetour AG in Zürich geht komplett an die deutsche E-Hoi-Gruppe, samt 13 Mitarbeitern. Künftig fungiert E-Hoi als zentraler Partner für Hochsee- und Flusskreuzfahrten bei TUI Suisse. Cruisetour bleibt vorerst als Marke bestehen, der Übergang soll bis Frühjahr 2027 vollzogen sein.
TUI setzt damit verstärkt auf Partnerschaften statt Eigenvertrieb — ein strategischer Fokus, den der Konzern bereits beim Rückzug von der Londoner Börse signalisiert hatte.
Präzise Prognoseanpassung
Deutlich schwerer wiegt der Ausblick. TUI hat die Umsatzprognose für 2026 gestrichen, nachdem zuvor ein Plus von 2 bis 4 Prozent auf 24,18 Milliarden Euro erwartet worden war. Das bereinigte EBIT wird jetzt in einer Spanne von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gesehen. Zuvor hatte TUI 7 bis 10 Prozent Wachstum auf 1,41 Milliarden Euro avisiert.
Grund sind die Folgen des Iran-Konflikts. Allein im zweiten Quartal 2026 verursachte die Krise rund 40 Millionen Euro Kosten — Rückführungsaktionen und operative Störungen inklusive. Hinzu kommt eine spürbare Kundenzurückhaltung. Die gebuchten Umsätze für den Sommer 2026 lagen Anfang Mai um 7 Prozent unter Vorjahr.
Gegenmaßnahmen und Marktreaktion
TUI hat derweil 83 Prozent seines Kerosinbedarfs für den Sommer 2026 abgesichert, für den Winter 2026/27 sind es 62 Prozent. Auch die Energiekosten für die Kreuzfahrten sind zu über 80 Prozent gedeckt.
Die Aktie reagierte kaum: Am Freitag notiert sie bei 6,98 Euro, ein Plus von 0,75 Prozent. Auf Wochensicht beträgt das Plus 5,5 Prozent, auf Monatssicht fast 13 Prozent. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 9,41 Euro bleibt der Kurs aber knapp 26 Prozent unter dem Höchststand — ein Zeichen, dass die Markterwartungen bereits vor der Prognoseanpassung gedämpft waren.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...