TUI Aktie: Deutsche Bank hält 10,50-Euro-Ziel
Trotz operativer Dynamik und positiver Analystenvoten notiert die TUI-Aktie nahe ihrem Jahrestief und unter wichtigen Durchschnittslinien.
Kurz zusammengefasst
- Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
- Aktie fällt auf 6,48 Euro zurück
- Management senkt EBIT-Prognose für 2026
- Geopolitische Risiken belasten das Geschäft
TUI liefert operative Dynamik, aber die Börse bleibt skeptisch. Deutsche Bank Research hält nach den jüngsten Quartalszahlen am positiven Votum fest. Der Kurs erzählt eine andere Geschichte: Die Aktie hängt nahe ihren Tiefs und unter wichtigen Durchschnittslinien.
Analysten sehen Luft nach oben
Nach den Zahlen vom 13. Mai 2026 beließ Deutsche-Bank-Analyst Andre Juillard die Einstufung auf „Buy“. Das Kursziel liegt bei 10,50 Euro. Juillard verwies auf ein dynamisches zweites Quartal, obwohl das Marktumfeld schwierig bleibt.
Andere Häuser bleiben ebenfalls über dem Börsenkurs, wenn auch mit klaren Unterschieden. JPMorgan stuft TUI mit „Overweight“ ein und nennt 12,50 Euro. Bernstein bleibt vorsichtiger mit „Market-Perform“ und 9,20 Euro.
Diese Spanne zeigt den Kernkonflikt. Analysten rechnen mit mehr Erholung im Geschäft, der Markt preist aber weiter Risiken ein. Kein Wunder, dass die Aktie empfindlich auf jede Prognoseänderung reagiert.
Am Donnerstag schloss TUI bei 6,48 Euro. Seit Jahresbeginn verlor der Titel 27,46 Prozent. Auch auf Monatssicht liegt die Aktie deutlich im Minus.
Das 52-Wochen-Tief liegt nur noch wenige Prozent entfernt. Der Kurs notiert klar unter der 200-Tage-Linie von 7,89 Euro. Das signalisiert weiter Vorsicht im Markt.
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Prognose wird enger gefasst
Das Management hat seine Planung für das Geschäftsjahr angepasst. TUI erwartet nun ein bereinigtes EBIT zu konstanten Wechselkursen von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose setzt der Konzern vorübergehend aus.
Der Grund liegt vor allem in geopolitischen Belastungen. Der Krieg im Iran drückte das bereinigte EBIT im zweiten Quartal um rund 40 Millionen Euro. Für einen Reisekonzern wie TUI zählt dabei nicht nur die direkte Kostenwirkung.
Routen, Buchungsverhalten und Sicherheitsgefühl greifen ineinander. Wenn Unsicherheit zunimmt, kann sich Nachfrage verschieben oder später buchen. Genau diese Mischung macht Prognosen schwieriger.
Operativ setzt TUI weiter auf Bereiche mit besseren Margen. Dazu gehört das Kreuzfahrtgeschäft. TUI Cruises bereitet die Taufe der „Mein Schiff Flow“ vor, die für den 20. Juni 2026 in Triest geplant ist.
Was jetzt zählt
Die Analystenkommentare geben der Aktie Rückhalt, lösen aber das Kursproblem nicht allein. Der Markt will sehen, dass TUI trotz geopolitischer Kosten im neuen EBIT-Korridor bleibt. Die ausgesetzte Umsatzprognose macht diese Prüfung härter.
Kurzfristig liefert die Zone um 6,50 Euro einen einfachen Stimmungsindikator. Ein stabiler Sprung darüber würde den Druck der vergangenen Wochen sichtbar mildern. Unterhalb davon bleibt die Aktie technisch angeschlagen, trotz klar höherer Kursziele der Analysten.
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