TUI Aktie: Ein Alarmsignal ertönt
Geopolitische Spannungen zwingen TUI zu Prognoseanpassungen. Analysten bleiben trotz Kursverlusten mehrheitlich optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 29 Prozent
- EBIT-Ziel auf 1,1 bis 1,4 Milliarden gesenkt
- Kreuzfahrten kehren ab Mai zurück
- Halbjahresbericht am 13. Mai erwartet
Geopolitische Spannungen zwingen Europas größten Reisekonzern zu einer teuren Kurskorrektur. Reisende meiden das östliche Mittelmeer, die Logistik muss hastig umgebaut werden. An der Börse hinterlässt das tiefe Spuren: Mit einem Schlusskurs von 6,34 Euro am Freitag hat die TUI-Aktie seit Jahresbeginn rund 29 Prozent an Wert verloren.
Teure Verschiebung der Reiseströme
Der Nahost-Konflikt wirbelt die Sommerplanung durcheinander. Urlauber weichen zunehmend von der Türkei, Zypern und Ägypten auf Ziele im westlichen Mittelmeer aus. Diese Umsteuerung kostet das Unternehmen Zeit und Geld. Kapazitäten müssen neu verteilt, Hotelverträge angepasst und Flugpläne umgeschrieben werden.
Die finanziellen Folgen spiegeln sich in der Prognose wider. Ende April reduzierte der Vorstand das EBIT-Ziel für das laufende Geschäftsjahr auf eine Spanne von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro. Zuvor hatte TUI ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahreswert in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose setzte das Management vorerst komplett aus.
Operative Puffer federn Rückschläge ab
Trotz der Belastungen rechnet der Konzern für das zweite Quartal mit einer spürbaren Verbesserung. Das bereinigte EBIT soll zwischen 5 und 25 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr stand hier noch ein Verlust von 207 Millionen Euro in den Büchern.
Parallel dazu normalisiert sich das Kreuzfahrtgeschäft. Zwei Schiffe, die im März wegen der Konfliktlage aus dem Persischen Golf abgezogen wurden, starten voraussichtlich ab Mitte Mai ihre regulären Mittelmeer-Routen. Ein weiterer Puffer ist die Treibstoffabsicherung. TUI hat bereits 83 Prozent des Kerosinbedarfs für den Sommer preislich fixiert.
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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch
Das charttechnische Bild bleibt angeschlagen. Die Aktie scheiterte zuletzt am Widerstand bei 7,50 Euro und handelt deutlich unter ihrer 200-Tage-Linie. Ein RSI-Wert von 24 signalisiert zwar eine überverkaufte Situation, eine nachhaltige Bodenbildung steht jedoch aus.
Große Investmentbanken reagierten auf die Gewinnwarnung mit Kurszielsenkungen, halten aber an ihren positiven Einschätzungen fest:
- JPMorgan: „Overweight“, Kursziel gesenkt auf 12,50 Euro.
- Deutsche Bank: „Buy“, Kursziel reduziert auf 10,50 Euro.
- Bernstein Research: „Market-Perform“, Kursziel bei 9,20 Euro.
Am 13. Mai präsentiert TUI den Halbjahresbericht. Dieser Termin liefert harte Zahlen zur Buchungslage für die Hauptsaison. Das Management wird an diesem Tag darlegen, in welchem Umfang die späten Buchungen für das westliche Mittelmeer die Ausfälle im Osten kompensieren und ob die angepasste Jahresprognose Bestand hat.
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