TUI Aktie: Ernüchternde Zeiten voraus?
TUI verzeichnet Buchungsrückgänge und senkt die Jahresprognose. Die Q2-Zahlen am 13. Mai sollen zeigen, ob sich die Nachfrage stabilisiert.

Kurz zusammengefasst
- Gewinnwarnung belastet Aktienkurs
- Buchungsminus von sieben Prozent
- Kerosinkosten zu 83 Prozent abgesichert
- Q2-Zahlen als Stimmungstest
Zwei Kreuzfahrtschiffe kehren zurück, die Prognose bleibt gesenkt — TUI steuert auf eine entscheidende Woche zu. Am 13. Mai legt der Touristikkonzern die Zahlen zum zweiten Quartal vor. Bis dahin bleibt die Aktie angeschlagen.
Schiffe wieder auf Kurs
„Mein Schiff 4″ und „Mein Schiff 5″ haben den Persischen Golf verlassen. Möglich wurde das durch eine kurze Kampfpause Mitte April. Ab Mitte Mai nehmen beide Schiffe ihre Mittelmeer-Routen auf — „Mein Schiff 5″ startet am 17. Mai in Triest, „Mein Schiff 4″ am 15. Mai ab Heraklion.
Die Lage bleibt fragil. Der Iran sperrte die Straße von Hormus erneut, nachdem die USA die Seeblockade iranischer Häfen fortsetzten. Weitere Unterbrechungen sind nicht ausgeschlossen. TUI Cruises hält dennoch an der geplanten Orient-Saison fest.
Gewinnwarnung drückt auf den Kurs
Der eigentliche Belastungsfaktor ist die gesenkte Jahresprognose. TUI erwartet für das Geschäftsjahr 2026 nur noch ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte der Konzern einen Anstieg von sieben bis zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,413 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose hat TUI vorerst ganz ausgesetzt.
Als Grund nennt das Unternehmen kurzfristigere Buchungen und Zurückhaltung bei Reisen in den östlichen Mittelmeerraum. Türkei, Zypern und Ägypten verlieren Buchungen. Spanien und Portugal gewinnen. Die gebuchten Umsätze für den Sommer 2026 liegen derzeit sieben Prozent unter dem Vorjahr.
Kein Wunder, dass der Kurs reagiert hat. Die TUI-Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 27 Prozent und notiert mit 6,49 Euro weit unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von knapp 8 Euro. Der RSI liegt bei 27 — technisch deutlich überverkauft.
Hedging federt Kosten ab
Auf der Kostenseite hat TUI vorgesorgt. 83 Prozent des Kerosinbedarfs für den Sommer 2026 sind bereits finanziell abgesichert. Für den Winter 2026/27 liegt die Absicherungsquote bei 62 Prozent. Im Kreuzfahrtbereich deckt TUI über 80 Prozent der Energiekosten für das laufende Geschäftsjahr ab.
Das begrenzt den Schaden — löst das Buchungsproblem aber nicht.
Was der 13. Mai zeigen muss
Für das zweite Quartal erwartet TUI ein bereinigtes EBIT, das fünf bis 25 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von minus 207 Millionen Euro liegt. Das wäre eine spürbare Verbesserung — aber das Vorjahr war schwach.
Entscheidend wird sein, ob die Umschichtung der Nachfrage Richtung Westmittelmeer in den Zahlen bereits greifbar ist. Zeigen die Q2-Daten am 13. Mai, dass die Buchungsschwäche sich stabilisiert, könnte das die Grundlage für eine Neubewertung der gesenkten Jahresprognose liefern. Bleibt der Rückstand gegenüber dem Vorjahr größer als erwartet, dürfte der Druck auf den Kurs anhalten.
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