TUI Aktie: Ölpreis auf 107 Dollar belastet
Steigende Kerosinkosten durch höhere Rohölnotierungen setzen die TUI-Aktie unter Druck und gefährden die operative Erholung.
Kurz zusammengefasst
- Ölpreissprung belastet Luftfahrtbranche
- TUI-Aktie rutscht Richtung Jahrestief
- Schuldenabbau als Voraussetzung für Dividende
- Kreuzfahrtgeschäft als stabilisierender Faktor
Die Reiselust der Europäer ist ungebrochen. Konkurrenten wie Alltours melden kräftige Umsatzsteigerungen für die laufende Saison. Bei TUI spiegelt sich dieser Optimismus auf dem Kurszettel jedoch nicht wider. Mit einem Minus von rund 28 Prozent seit Jahresbeginn rutscht die Aktie gefährlich nah an ihr 52-Wochen-Tief. Ein externer Schock droht nun, die mühsam erkämpfte operative Erholung auszubremsen.
Kostenschock am Energiemarkt
Der jüngste Preissprung beim Rohöl trifft die Luftfahrt- und Touristikbranche empfindlich. In der vergangenen Handelswoche verteuerte sich die Sorte Brent um etwa acht Prozent auf über 107 US-Dollar pro Barrel. Geopolitische Spannungen treiben die Notierungen nach oben und dämpfen die Hoffnung auf sinkende Treibstoffkosten.
Für TUI bedeutet das massiven Gegenwind. Kerosin macht einen erheblichen Teil der Aufwendungen aus. Wie teuer das werden kann, zeigt ein Blick zur Lufthansa Group. Dort fielen im ersten Quartal trotz weitreichender Absicherungen Zusatzkosten in Milliardenhöhe für Treibstoff an. TUI muss beweisen, dass der Konzern diesen Preisdruck über Hedging-Strategien abfedern oder an die Endkunden weitergeben kann.
Schuldenabbau vor Ausschüttung
An der Börse reagieren Investoren nervös auf diese Gemengelage. Der TUI-Kurs fiel am Freitag auf 6,40 Euro und notiert damit unterhalb der wichtigen 50-Tage-Linie. Nur noch knapp vier Prozent trennen das Papier von seinem Jahrestief.
Dabei arbeitet das Management hart an der finanziellen Basis. Im Frühjahr zahlte der Konzern erstmals seit Jahren wieder eine kleine Dividende in Höhe von zehn Cent je Aktie. Künftig peilt der Vorstand eine Ausschüttungsquote von bis zu 20 Prozent des bereinigten Gewinns an.
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Voraussetzung dafür ist ein konsequenter Abbau der Verbindlichkeiten. Die Nettoverschuldung soll zwingend unter das 0,5-fache des operativen Ergebnisses sinken. Gelingt dies, halten Marktbeobachter langfristig wieder deutlich höhere Ausschüttungen für möglich.
Kreuzfahrten als Hoffnungsträger
Operative Unterstützung liefert derweil das Geschäft auf dem Wasser. Die Nachfrage nach Premium-Kreuzfahrten zieht spürbar an. Im Juni steht in Triest die Taufe der „Mein Schiff Flow“ auf dem Programm. Diese neuen Kapazitäten treffen auf gut gefüllte Auftragsbücher für die kommenden Monate.
Kurzfristig bleibt die TUI-Aktie ein Spielball der Rohstoffmärkte. Die hohe Volatilität von gut 50 Prozent unterstreicht die aktuelle Nervosität der Marktteilnehmer. Fällt der Kurs unter die kritische Marke von 6,15 Euro, droht ein neues technisches Verkaufssignal. Bis dahin bietet das robuste Sommergeschäft zumindest ein operatives Gegengewicht zu den steigenden Kerosinkosten.
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