TUI Aktie: Q2-EBIT zwischen 5 und 25 Millionen
TUI kappt die Jahresprognose, obwohl die feststeckenden Kreuzfahrtschiffe befreit sind. Analysten sehen eine generell schwache Nachfrage als Hauptproblem.

Kurz zusammengefasst
- Jahresprognose nach unten korrigiert
- Kreuzfahrtschiffe aus Krisengebiet befreit
- Aktie verliert seit Jahresbeginn stark
- Analyst sieht Nachfrage als Kernproblem
Die gestrandeten Kreuzfahrtschiffe von TUI haben den Persischen Golf verlassen. Ein operatives Desaster ist damit abgewendet. Die Börse reagiert auf die Rettungsaktion dennoch unterkühlt, denn der Reisekonzern hat seine Jahresprognose spürbar gekappt.
Für das zweite Geschäftsquartal erwartet TUI tiefschwarze Zahlen. Das bereinigte operative Ergebnis soll auf bis zu 25 Millionen Euro klettern, nachdem im Vorjahr noch ein dickes Minus anfiel. Parallel dazu passte der Vorstand den Gesamtjahresausblick nach unten an. Der Iran-Konflikt kostete den Konzern allein im März rund 40 Millionen Euro.
Das eigentliche Problem liegt tiefer. Bernstein-Analyst Richard J. Clarke verweist in einer aktuellen Einschätzung auf eine generell schwache Nachfrage. Höhere Treibstoffkosten scheiden als Hauptgrund aus. Der Grund: TUI hat den Großteil des Kerosins und Schiffsdiesels für den Sommer bereits preislich abgesichert. Die Bank stuft die Aktie mit einem Kursziel von 9,20 Euro auf „Market-Perform“ ein.
Flucht aus der Krisenregion
Immerhin hat sich ein zentrales operatives Risiko aufgelöst. Mehr als 50 Tage saßen Schiffe wie die „Mein Schiff 4“ in Häfen im Nahen Osten fest. Mitte April öffnete der Iran ein kurzes Zeitfenster. Die Schiffe durchquerten die Straße von Hormus in einem Konvoi unter gefährlichen Bedingungen.
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Zuvor hatte der Konzern rund 10.000 Gäste ausgeflogen. Nun nehmen die befreiten Ozeanriesen Kurs auf Kapstadt, um anschließend in den regulären Fahrplan zurückzukehren. Ab Mitte Mai sollen sie wieder Mittelmeer-Kreuzfahrten anbieten. Zwei ursprünglich abgesagte Reisen finden nun doch statt.
Aktie im Abwärtstrend
An der Börse hinterlässt die unsichere Gemengelage tiefe Spuren. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut ein Viertel seines Wertes verloren und notiert aktuell bei 6,53 Euro. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 22 mittlerweile eine stark überverkaufte Situation.
Im Mai legt TUI die vollständigen Halbjahreszahlen vor. Dann wird das genaue Ausmaß der Stornierungen im laufenden Geschäft sichtbar. Während der Reisekonzern seine Flotte in Sicherheit bringen konnte, bleibt die Lage im Persischen Golf extrem angespannt. Frachter der Reederei Hapag-Lloyd sitzen weiterhin in der Region fest.
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