Mitten in einer geopolitischen Eskalation am Persischen Golf sendet der Touristikkonzern ein überraschendes Signal der Stärke. Obwohl TUI aktuell Kreuzfahrtschiffe evakuieren muss und unter einem Ölpreisschock leidet, hält das Management an seinen Jahreszielen fest. Insiderkäufe aus der Chefetage untermauern diesen Optimismus.
Evakuierungen und steigende Kosten
Der operative Auslöser für die jüngste Kursschwäche ist ernst. Nach Angriffen auf den Iran und der Sperrung der Straße von Hormus musste TUI Cruises rund 2.500 Passagiere der „Mein Schiff 5“ und „Mein Schiff 4“ per Charterflug ausfliegen. Die Schiffe liegen nun ohne Gäste in Doha und Abu Dhabi. Eine Rückführung nach Europa durch das Rote Meer gilt als zu gefährlich, weshalb eine teure Umleitung über Südafrika geplant ist.
Gleichzeitig durchbrach der Preis für Brent-Öl am 12. März die Marke von 100 US-Dollar. Diese Kombination aus rasant steigenden Treibstoffkosten und logistischem Mehraufwand durch Flugstreichungen belastet das Geschäft spürbar.
Millionenschaden, aber Ziele bestätigt
Die finanziellen Folgen der Umwege sind erheblich. Analysten von mwb research beziffern den potenziellen EBIT-Rückgang auf bis zu 47 Millionen Euro, falls die Schiffe den 25-tägigen Weg über das Kap der Guten Hoffnung nehmen müssen. Solche Belastungen spiegeln sich im Aktienkurs wider, der seit Jahresanfang fast 25 Prozent eingebüßt hat und aktuell bei 6,70 Euro notiert.
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Ungeachtet dessen bekräftigte der Finanzvorstand auf einer Roadshow in Paris das Ziel, das operative Ergebnis 2026 um 7 bis 10 Prozent zu steigern. Ein Rekord-Winterquartal mit einem bereinigten EBIT-Sprung auf 77,1 Millionen Euro liefert dafür das fundamentale Fundament.
Dass die Führungsetage an die Erreichbarkeit der Prognosen glaubt, zeigen aktuelle Datenpunkte, die das Vertrauen in den Titel stützen:
- Insiderkäufe: CEO Sebastian Ebel und weitere Vorstandsmitglieder erwarben Aktien im Wert von über 46.000 Euro zu Kursen um 6,62 Euro.
- Analysten-Support: Die Deutsche Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 12 Euro und bewertet die Lage als beherrschbar.
- Schuldenabbau: Die Nettoverschuldung des Konzerns sank zuletzt um 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.
Ein detailliertes Bild der finanziellen Auswirkungen liefert TUI am 13. Mai 2026 mit dem nächsten Quartalsbericht. Bis dahin diktiert der weitere Verlauf des Konflikts im Nahen Osten und die damit verbundene Verfügbarkeit der Seewege maßgeblich die Richtung der Aktie.
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