Nach der jüngsten Korrektur setzen die Top-Manager des Reisekonzerns ein deutliches Zeichen. Unmittelbar nach der Hauptversammlung und dem Dividendenbeschluss griffen gleich vier Vorstandsmitglieder bei den eigenen Papieren zu. Nutzen die Insider den Rücksetzer gezielt zum Einstieg?
- Insider-Käufe: CEO Ebel und CFO Kiep investieren privat
- Dividende: Rückkehr zur Ausschüttung beschlossen
- Kursreaktion: Stabilisierung bei 8,59 Euro
Vorstand nutzt den Rücksetzer
Das Timing ist auffällig: Nur wenige Tage nach der Hauptversammlung am 10. Februar 2026 meldet TUI eine Serie von Directors‘ Dealings. Laut den Veröffentlichungen haben CEO Sebastian Ebel, Finanzvorstand Mathias Kiep sowie die Vorstände Sybille Reiß und David Schelp Aktien des eigenen Unternehmens erworben.
Diese Transaktionen erfolgten in einem für die Aktie schwierigen Umfeld. Nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal war der Kurs unter Druck geraten, da verhaltene Buchungszahlen kurzzeitig für Verunsicherung sorgten. Dass die komplette Führungsriege nun fast zeitgleich investiert, interpretieren Marktbeobachter oft als Überzeugungstäter-Signal: Das Management hält die aktuelle Bewertung offenbar für attraktiv.
Rückkehr zur Normalität
Fundamentales Ereignis für diese Woche war die 67. ordentliche Hauptversammlung in Hannover. Die Aktionäre segneten mit großer Mehrheit die Rückkehr zur Dividende ab. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 wird eine „Starterdividende“ von 0,10 Euro je Aktie ausgeschüttet.
Zukünftig soll die Beteiligung der Aktionäre weiter steigen. Die beschlossene Politik sieht ab dem Geschäftsjahr 2026 eine Ausschüttung von 10 bis 20 Prozent des bereinigten Ergebnisses vor. Operativ untermauerte der Konzern dies mit einem Rekordergebnis im Vorjahr und dem verheißungsvollen „besten Start in ein Geschäftsjahr“ der Historie.
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Analysten bleiben optimistisch
Die charttechnische Lage bleibt trotz der positiven Signale aus der Vorstandsetage herausfordernd. Aktuell notiert die TUI-Aktie mit 8,59 Euro rund 5 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,04 Euro. Dennoch zeigt sich eine Bodenbildung: Auf Wochensicht steht ein Plus von 3,20 Prozent zu Buche.
Institutionelle Anleger teilen den Optimismus der Insider größtenteils. Barclays bestätigte am 16. Februar erneut das „Buy“-Rating. Auch die Deutsche Bank und J.P. Morgan hatten nach den Quartalszahlen ihre Kaufempfehlungen bekräftigt, während UBS und Bernstein eine neutrale Haltung einnehmen.
Das koordinierte Vorgehen der Führungsetage kontert die jüngste Skepsis am Markt effektiv. Mit der Wiederaufnahme der Dividende und den privaten Investitionen des Vorstands liegt der Fokus nun darauf, ob das Sommergeschäft die hohen Erwartungen an das Rekordjahr tatsächlich erfüllen kann.
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