TUI: Sicherheitsrat gibt Kerosin-Entwarnung
Die Bundesregierung sieht keine akute Treibstoffknappheit für die Luftfahrt, doch die Aktie von TUI leidet unter geopolitischen Risiken und hohen Kerosinkosten.

Kurz zusammengefasst
- Bundesregierung gibt Entwarnung bei Kerosinversorgung
- Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn fast 20 Prozent
- Kerosinpreise haben sich mehr als verdoppelt
- JPMorgan hält an optimistischem Kursziel fest
Die Treibstofftanks sind voll, die Anlegernerven liegen dennoch blank. Während die Bundesregierung bei der Kerosinversorgung für die deutsche Luftfahrt Entwarnung gibt, blicken Börsianer besorgt in den Nahen Osten. Bei TUI prallen aktuell operative Zuversicht und geopolitische Unsicherheit aufeinander.
Der Nationale Sicherheitsrat sieht vorerst keine akute Versorgungsnotlage bei Flugkraftstoffen in Deutschland. TUI-Chef Sebastian Ebel teilt diese Einschätzung und rechnet derzeit mit keinem Kerosinmangel für den Reisekonzern. Um den Preisdruck zu lindern, prüft die EU-Kommission derweil die Zulassung von US-Treibstoff. Die Kosten für Kerosin haben sich seit Beginn der Auseinandersetzungen im Iran mehr als verdoppelt. Als Sofortmaßnahme gab Deutschland bereits rund 50.000 Tonnen aus der strategischen Reserve frei.
Ablaufende Waffenruhe drückt auf die Stimmung
Am Aktienmarkt überwiegt indes die Vorsicht. Das Papier von TUI schloss am Dienstag bei 7,22 Euro und verzeichnete ein leichtes Minus. Damit summiert sich der Verlust seit Jahresbeginn auf rund 19 Prozent. Marktteilnehmer positionieren sich defensiv vor dem Auslaufen der Waffenruhe im Iran-Konflikt am morgigen Mittwoch. Scheitern die Verhandlungen über eine Verlängerung, droht ein erneuter Preisschock an den Energiemärkten.
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Hinzu kommen regionale Risiken für den Flugbetrieb. Berichten zufolge könnte Russland zum 1. Mai die Durchleitung kasachischen Öls zur PCK-Raffinerie in Schwedt stoppen. Diese Anlage ist essenziell für die Treibstoffversorgung des Hauptstadtflughafens BER.
Kreuzfahrtgeschäft vor Normalisierung
Operativ arbeitet der Konzern an der Rückkehr zur Normalität. Zwei Schiffe der Kreuzfahrtflotte haben die Straße von Hormus unbeschadet passiert. Mitte Mai plant TUI die Wiederaufnahme der regulären Routen in der Region.
Analysten lassen sich von den geopolitischen Störfeuern nicht beirren. JPMorgan bestätigte am Dienstag die Einstufung auf „Overweight“ und hält an einem Kursziel von 13,50 Euro fest.
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