TUI: S&P stuft Cruises auf positiv hoch
Der Reisekonzern TUI kappt seine Gewinnprognose für 2026 aufgrund der Belastungen durch den Iran-Konflikt. Analysten bleiben trotz Kursverlusten zuversichtlich.

Kurz zusammengefasst
- Gewinnprognose auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gesenkt
- Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 29 Prozent
- Sommerbuchungen liegen sieben Prozent unter Vorjahr
- Analysten bestätigen Kaufempfehlungen trotz Kursrückgang
Die dramatische Rettungsaktion im Persischen Golf ist geglückt. Zwei Kreuzfahrtschiffe von TUI haben die Straße von Hormus erfolgreich passiert und nehmen Kurs auf Europa. An der Börse verpufft diese Erleichterung völlig. Der Reisekonzern hat seine Jahresprognose spürbar gekappt.
Die Aktie spiegelt diese angespannte Lage wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 29 Prozent an Wert verloren. Am Donnerstag ging die Aktie bei 6,34 Euro aus dem Handel. Damit notiert sie nur knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief.
Gewinnwarnung belastet das Sommergeschäft
Der Iran-Konflikt hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Allein im März kostete die Krise den Konzern rund 40 Millionen Euro, um gestrandete Gäste zurückzuholen. Daraufhin senkte das Management die EBIT-Prognose für das laufende Jahr auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro.
Die Nachfrage schwächelt indes. Die gebuchten Umsätze für den Sommer liegen sieben Prozent unter dem Vorjahr. Urlauber meiden den östlichen Mittelmeerraum wegen der geografischen Nähe zum Konfliktherd. Ziele wie die Türkei oder Ägypten sind aktuell weniger gefragt. Stattdessen weichen Touristen nach Spanien oder Portugal aus.
Analysten bleiben trotz Krise optimistisch
Inmitten der Krise sendet die Kreuzfahrtsparte ein positives Signal. S&P Global Ratings stufte den Ausblick für TUI Cruises auf „positiv“ hoch. Die Ratingagentur lobt, dass TUI neue Schiffskapazitäten erfolgreich in den Markt integriert. Um künftige Risiken abzufedern, hat der Konzern bereits einen Großteil des Kerosinbedarfs für den Sommer abgesichert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?
Auch die Analysten halten dem Konzern die Treue. Nach der Gewinnwarnung passten mehrere Investmentbanken ihre Kursziele an. Die Deutsche Bank senkte ihr Ziel auf 10,50 Euro, rät aber weiterhin zum Kauf. JPMorgan reduzierte den Zielwert auf 12,50 Euro und behält die Einstufung „Overweight“ bei.
Halbjahreszahlen als nächster Katalysator
Technisch ist das Papier stark angeschlagen. Mit einem RSI-Wert von 24 gilt die Aktie als überverkauft. Der Kurs notiert gut 20 Prozent unter seiner 200-Tage-Linie. Die jüngste Erholungsrally scheiterte an wichtigen Widerständen.
Am 13. Mai legt TUI den vollständigen Halbjahresbericht vor. Das Management erwartet für das zweite Quartal trotz der März-Belastungen eine leichte operative Verbesserung. Der Bericht liefert dann konkrete Daten, inwieweit Umbuchungen ins westliche Mittelmeer die Ausfälle im Nahen Osten bilanziell ausgleichen.
TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 1. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...