Uber Aktie: Schadenersatz-Schock

Uber muss 8,5 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen und legt einen enttäuschenden Quartalsausblick vor. Analysten senken ihre Kursziele für die Aktie.

Kurz zusammengefasst:
  • Gerichtsurteil zu Millionen-Entschädigung in Arizona
  • Enttäuschende Prognose für das erste Quartal 2026
  • Gesenkte Analystenziele trotz operativem Wachstum
  • Pläne für große Robotaxi-Flotte im Nahen Osten

Die Uber-Aktie gerät von mehreren Seiten unter Druck. Ein Gerichtsurteil über 8,5 Millionen Dollar Schadenersatz, schwache Quartalszahlen und gesenkte Analystenziele sorgen für Unruhe bei Anlegern.

Jury spricht Millionen-Entschädigung zu

Ein Bundesgericht in Arizona hat Uber am gestrigen Donnerstag zur Zahlung von 8,5 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Eine Frau hatte geklagt, nachdem sie 2023 während einer Fahrt von einem Uber-Fahrer vergewaltigt worden war. Die Geschworenen stellten fest, dass Uber nach der Doktrin der „scheinbaren Vertretung“ für die Handlungen des Fahrers verantwortlich ist – der Fahrer handelte im Auftrag des Unternehmens.

Uber

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Uber kündigte bereits an, in Berufung zu gehen. Der Fall ist einer von mehreren Musterprozessen, die den Ausgang tausender ähnlicher Klagen gegen das Unternehmen beeinflussen könnten. Die Jury lehnte zwar Strafschadenersatz ab und wies Vorwürfe wegen Fahrlässigkeit oder mangelhafter Sicherheitssysteme zurück – dennoch bleibt die Belastung erheblich.

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Quartalszahlen enttäuschen

Parallel zu den juristischen Problemen legte Uber schwache Geschäftszahlen vor. Die Bruttobuchungen im vierten Quartal übertrafen die Erwartungen zwar um 2 Prozent, doch der Ausblick für das erste Quartal 2026 fiel enttäuschend aus. Das Unternehmen prognostiziert ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,65 bis 0,72 Dollar und ein EBITDA von 2,42 Milliarden Dollar – das entspricht einer Marge von 4,6 Prozent und liegt 1 Prozent unter den Analystenschätzungen.

Besonders die Unsicherheit rund um autonome Fahrzeuge belastet die Stimmung. Cantor Fitzgerald senkte das Kursziel von 99 auf 92 Dollar, hält aber an der Übergewichten-Empfehlung fest. Die Analysten begründen die Anpassung mit anhaltenden Diskussionen über Ubers Wettbewerbsposition im AV-Bereich, die sich kurzfristig nicht klären lassen dürften.

Wachstum läuft weiter

Trotz der Belastungen zeigt sich das operative Geschäft stabil. Das Ride-Sharing-Segment wuchs konstant, während das Liefergeschäft Eats um 2 Prozentpunkte zulegte. Für das erste Quartal rechnet Uber mit einem Buchungswachstum von 17 bis 21 Prozent – im Einklang mit der bisherigen Entwicklung. Zudem verkündete das Unternehmen zusammen mit WeRide Pläne, bis 2027 insgesamt 1.200 Robotaxis in Abu Dhabi, Dubai und Riad einzusetzen – die größte kommerzielle Robotaxi-Zusage in der Region.

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