Ubisoft Aktie: 1.200 Stellen gestrichen
Ubisoft reagiert auf 1,3 Milliarden Euro Verlust mit Stellenabbau und neuer Studio-Struktur. Tencent steigt ein.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Verlust von 1,3 Milliarden Euro
- 1.200 Stellen bereits gestrichen
- Tencent unterstützt via Vantage Studios
- Assassin's Creed Black Flag erscheint 2026
Ubisoft zieht die Reißleine. Nach einem Geschäftsjahr mit massiven Verlusten baut der französische Spiele-Publisher seine gesamte Struktur um. Die Führungsebene will so die Rückkehr zur Profitabilität erzwingen.
Milliardenverlust erzwingt Strategiewechsel
Das Unternehmen verbuchte für das abgelaufene Geschäftsjahr einen operativen Verlust von rund 1,3 Milliarden Euro. Die Netto-Buchungen brachen parallel dazu um 17,4 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro ein. Das Management verschiebt die finanzielle Erholung nun auf das Jahr 2028.
Um die Kosten zu senken, hat Ubisoft bereits 1.200 Stellen gestrichen. Aktuell beschäftigt der Konzern noch etwa 16.600 Mitarbeiter. Die Entwicklung wird künftig in fünf spezialisierten Kreativstudios gebündelt.
Hinzu kommt das Gemeinschaftsunternehmen Vantage Studios. Hier sichert sich Ubisoft die Unterstützung des chinesischen Tech-Giganten Tencent. Bis März 2028 sollen die jährlichen Fixkosten auf 1,25 Milliarden Euro sinken.
Neue Struktur und KI-Fokus
Trotz der finanziellen Schieflage plant Ubisoft eine große Veröffentlichungswelle. Zehn wichtige Titel befinden sich für den Zeitraum 2026 bis 2027 in der Entwicklung. Besonders im Fokus steht dabei die Neuauflage von Assassin’s Creed Black Flag.
Das Spiel soll im Juli 2026 erscheinen. Bei der Entwicklung von Far Cry 7 setzt das Unternehmen außerdem auf generative künstliche Intelligenz. Diese Technologie soll die Forschungs- und Entwicklungsprozesse effizienter gestalten.
An der Börse wird der Kurswechsel vorsichtig positiv aufgenommen. Die Aktie stieg heute um rund drei Prozent auf 5,36 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten bleibt die Bilanz mit einem Minus von 46 Prozent jedoch verheerend.
Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2027 den finanziellen Tiefpunkt. Erst im darauffolgenden Jahr soll der Konzern wieder einen positiven freien Cashflow erwirtschaften.
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