Ubisoft Aktie: Rayman Legends Retold startet im Oktober
Ubisoft setzt auf Remakes wie Assassin's Creed Black Flag, um operative Milliardenverluste zu kompensieren. Analysten erwarten frühestens 2027/28 Gewinne.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Verlust von 1,3 Milliarden Euro
- Remake von Assassin's Creed Black Flag bestätigt
- Rayman Legends Retold erscheint im Oktober 2026
- Aktie notiert 45 Prozent unter Jahreshoch
Der französische Spielekonzern Ubisoft setzt auf Nostalgie, um aus der Krise zu kommen. Die Strategie: etablierte Marken neu auflegen, Kosten senken und auf bessere Zeiten warten. Ob das reicht, ist fraglich.
Die Aktie notierte am Freitag bei 5,69 Euro und damit über 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Immerhin: Vom Tief bei 3,77 Euro im März 2026 hat sich der Kurs um rund 51 Prozent erholt. Die Volatilität bleibt extrem – über 70 Prozent annualisiert signalisieren eine unverändert riskante Wette.
Der Unternehmensplan
Für das abgelaufene Geschäftsjahr meldete Ubisoft einen operativen Verlust von 1,3 Milliarden Euro. Ein Sanierungsprogramm soll bis 2028 rund 200 Millionen Euro einsparen. Dafür streicht das Management Projekte und fokussiert sich auf das Kerngeschäft: Remakes erfolgreicher Spiele.
Ubisoft bestätigte die Entwicklung eines Voll-Remakes von „Assassin’s Creed Black Flag“. Der Titel von 2013 verkaufte historisch 15 Millionen Einheiten. Der Release ist zwischen April 2026 und März 2027 geplant. Parallel arbeitet das Studio in Montpellier an „Rayman Legends Retold“. Der Preis: 40 US-Dollar, der Start: Oktober 2026. Das Spiel soll einen Online-Kooperationsmodus für vier Spieler bieten.
Hinzu kommt ein ambitionierter Ausblick bis 2029 mit neuen Haupttiteln der Serien „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Ghost Recon“. Analysten sehen das laufende Jahr als schwierige Übergangsphase – profitable Ergebnisse erwarten die meisten erst ab dem Geschäftsjahr 2027/28.
Die Marktlage
Ubisoft braucht einen Treffer. Der kürzlich gestartete Free-to-Play-Shooter „XDefiant“ kämpft im hart umkämpften Arena-Shooter-Markt um Aufmerksamkeit. Das Spiel setzt auf reine Kosmetik-Monetarisierung und bekannte Figuren aus Marken wie „The Division“ und „Splinter Cell“. Ein durchschlagender Erfolg bleibt bislang aus.
Die Konkurrenz schläft nicht. IO Interactives „007 First Light“ verkaufte sich innerhalb von 24 Stunden 1,5 Millionen Mal. Der Branchenumsatz reagiert empfindlich auf solche Blockbuster. Für Ubisoft prognostizieren Marktbeobachter einen Umsatzrückgang von acht bis neun Prozent im laufenden Geschäftsjahr.
Die Frage ist, ob die Rückbesinnung auf alte Marken den Trend stoppen kann. Die Einnahmen aus den Remakes kommen frühstens ab Herbst 2026 – bis dahin müssen die Sparmaßnahmen tragen.
Klarheit erwarten Anleger von den kommenden Branchenevents. Der „Summer Game Fest“ und ein „State of Play“-Event im Juni könnten Details zu den Rayman-Plänen liefern. Die erste Nagelprobe für die neue Strategie ist der Oktober-Start des Remakes.
Ubisoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ubisoft-Analyse vom 31. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Ubisoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ubisoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ubisoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...