Ubisoft Aktie: Schulden von 885 auf 187 Millionen gesenkt
Ubisoft verzeichnet Milliardenverlust, doch der Aktienkurs steigt dank massivem Schuldenabbau um über 15 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Kursanstieg trotz Milliardenverlust
- Schulden drastisch reduziert
- Fokus auf Kernmarken und KI
- Rückkehr in Gewinnzone für 2027 geplant
Ein Rekordverlust von 1,3 Milliarden Euro und einbrechende Umsätze – eigentlich die Zutaten für einen massiven Ausverkauf. Bei Ubisoft reagiert der Markt am Freitag völlig anders. Die Aktie schießt um über 15 Prozent nach oben und schließt bei 5,19 Euro.
Historisches Defizit
Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr liest sich verheerend. Der französische Videospielkonzern meldet einen Umsatzrückgang von 21 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Im vierten Quartal brach das Geschäft sogar um fast die Hälfte ein.
Ursache für die schwachen Zahlen sind laut Management fehlende Neuveröffentlichungen und hohe Anlaufkosten für ein neues Betriebsmodell. Parallel dazu strich das Unternehmen sieben Projekte komplett und verschob sechs weitere. Der Fokus liegt nun strikt auf den Kernmarken.
Schuldenabbau treibt den Kurs
Warum griffen Investoren vor dem Wochenende trotzdem zu? Der Blick auf die Bilanz liefert die Antwort. Ubisoft drückte die Nettoschulden massiv von 885 Millionen auf nur noch 187,3 Millionen Euro.
Diese finanzielle Entlastung setzt offenbar Leerverkäufer unter Druck. Zehn verschiedene Fonds halten Short-Positionen auf einen signifikanten Teil des Aktienkapitals. Die hohe Volatilität von über 80 Prozent unterstreicht die Nervosität im Handel. Seit Jahresanfang notiert das Papier weiterhin rund 18 Prozent im Minus.
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Fokus auf Blockbuster
CEO Yves Guillemot steuert den Konzern durch einen harten Umbau. Rund 1.200 Stellen fallen weg. Die Strategie richtet sich auf etablierte Premium-Titel und lukrative Live-Service-Spiele aus.
Für das kommende Geschäftsjahr plant das Management einen weiteren operativen Verlust von rund 500 Millionen Euro ein. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist erst für 2027 angepeilt. Bis dahin ruhen die Hoffnungen auf den Zugpferden:
- Assassin’s Creed: Release von Black Flag Resynced im Juli.
- Far Cry: Zwei neue Projekte befinden sich in der Entwicklung.
- Film & TV: Abgeschlossene Produktion eines Watch Dogs-Films sowie geplante Serien für Netflix und FX.
Der Einsatz von generativer KI soll die Produktion künftig beschleunigen und Kosten senken. Kurzfristig bleibt die charttechnische Hürde bei 5,34 Euro entscheidend. Gelingt der Ausbruch über diesen Widerstand, rückt die 200-Tage-Linie bei 6,40 Euro als nächstes Ziel in den Fokus.
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