Ubisoft Aktie: Sparprogramm beschleunigt
Ubisoft schließt die Spieleentwicklung bei Red Storm und streicht 105 Jobs, um im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms die Rentabilität zu steigern.

Kurz zusammengefasst
- Red Storm konzentriert sich auf IT und Engine
- Sparziel von 500 Millionen Euro bis 2028
- Barclays erhöht Beteiligung auf über fünf Prozent
- Aktie verliert über 70 Prozent im Jahresvergleich
Ubisoft forciert seinen Sparkurs und streicht die Spieleentwicklung am Standort Red Storm Entertainment. Die Neuausrichtung kostet 105 Mitarbeitern den Job und markiert einen weiteren Einschnitt in der globalen Studiostruktur. Hinter der Entscheidung steht das Ziel, die Rentabilität in einem schwierigen Marktumfeld durch massive Kostensenkungen abzusichern.
Fokus auf Technik statt Titel
Der Standort Red Storm wird künftig keine eigenen Spiele mehr entwickeln. Stattdessen konzentriert sich das Studio auf die interne IT-Infrastruktur und die Weiterentwicklung der hauseigenen Snowdrop-Engine. Betroffen von dieser Umstrukturierung sind Projekte namhafter Franchises wie Rainbow Six Siege, Ghost Recon oder Splinter Cell. Dieser Schritt ist kein Einzelfall. Er fügt sich in eine Reihe von Studioschließungen ein, die Ubisoft bereits in Städten wie Stockholm oder Halifax vollzogen hat.
Massive Kostensenkungen
Die Maßnahmen bei Red Storm sind Teil einer umfassenden finanziellen Neuausrichtung. Ubisoft hat sich das Ziel gesetzt, die Fixkosten bis März 2028 um insgesamt 500 Millionen Euro zu reduzieren. Ein Großteil dieser Summe soll durch Effizienzsteigerungen und den Abbau von weltweit rund 1.500 Stellen realisiert werden, der bereits im Jahr 2025 begann.
- Einsparziel bis März 2028: 500 Millionen Euro
- Geplante Zusatzersparnis (2 Jahre): 200 Millionen Euro
- Stellenabbau seit 2025: Rund 1.500 Positionen
- Neue Barclays-Beteiligung: Über 5 Prozent
Einstieg von Barclays
Während das Unternehmen operativ schrumpft, gibt es auf der Aktionärsseite Bewegung. Die britische Großbank Barclays hat ihre Beteiligung zuletzt auf über fünf Prozent aufgestockt. Marktbeobachter werten dies als mögliches Signal für ein gestiegenes Interesse institutioneller Anleger am aktuellen Bewertungsniveau. Die Aktie hat im Zwölfmonatsvergleich über 70 Prozent an Wert verloren und weist aktuell einen technisch überverkauften Zustand auf.
Die Restrukturierung bei Red Storm unterstreicht den Wandel hin zu einem schlankeren Geschäftsmodell. Mit dem Überschreiten der 5-Prozent-Schwelle durch Barclays und einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,2 rückt die Stabilisierung des Aktienkurses bei rund 3,90 Euro in den Fokus der Marktteilnehmer.
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