UBS Aktie: Doppelte Belastungsprobe

Die UBS steht vor zwei entscheidenden Terminen: einer politischen Anhörung im US-Senat zu historischen CS-Konten und der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen 2025.

Kurz zusammengefasst:
  • Senatsanhörung zu historischen Credit-Suisse-Konten
  • Präsentation der Quartals- und Jahreszahlen 2025
  • Aktienkurs notiert seit Jahresbeginn im Minus
  • Neue Personalie für Australien und Neuseeland

Für die UBS beginnt eine Gratwanderung zwischen politischer Aufarbeitung und finanzieller Realität. Bevor die Großbank am Mittwoch ihre Bücher öffnet, müssen sich Top-Manager in Washington unangenehmen Fragen zur Vergangenheit stellen. Anleger blicken gespannt auf diese entscheidenden 48 Stunden, die zeigen werden, wie schwer die Altlasten der Credit Suisse noch wiegen und ob die operative Integration planmäßig verläuft.

Die Fakten im Überblick:

UBS

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  • Politischer Termin: Senatsanhörung zu historischen Konten am Dienstag (03.02.2026)
  • Finanztermin: Quartals- und Jahreszahlen 2025 am Mittwoch (04.02.2026)
  • Kursentwicklung: Aktuell 36,49 CHF (YTD: -9,05 %)
  • Personalie: Adam Quaife übernimmt Leitung für Australien/Neuseeland

Unangenehmer Termin im US-Senat

Der Fokus in Washington, D.C. liegt auf dem morgigen Dienstag. Der Justizausschuss des US-Senats hat unter dem Titel „The Truth Revealed: Hidden Facts Regarding Nazis and Swiss Banks“ eine Anhörung angesetzt. Thematisiert werden historische Konten der übernommenen Credit Suisse, ein Thema, das für die UBS erhebliche Reputationsrisiken im wichtigen US-Markt birgt.

Die Bank entsendet mit Barbara Levi (Group General Counsel) und Robert Karofsky (Co-President Global Wealth Management) hochrangiges Personal. Sie werden sich den Fragen der Senatoren zur Untersuchung des Ombudsmanns Neil Barofsky stellen müssen. Ziel der Bankführung ist es, Transparenz zu demonstrieren und potenzielle politische Kollateralschäden der CS-Übernahme zu minimieren.

Zahlenwerk auf dem Prüfstand

Unmittelbar nach dem politischen Auftritt folgt am Mittwoch der finanzielle Realitätscheck. CEO Sergio Ermotti und CFO Todd Tuckner präsentieren die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025. Marktbeobachter achten primär auf den Fortschritt der Credit-Suisse-Integration, insbesondere auf die Realisierung von Kostensynergien und die Entwicklung der verwalteten Vermögen im Global Wealth Management.

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Der Aktienkurs spiegelt die aktuelle Zurückhaltung der Investoren wider. Mit einem Kurs von 36,49 CHF notiert das Papier seit Jahresanfang 9,05 % im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 48,11 CHF beträgt inzwischen über 24 %, was die hohen Erwartungen an den kommenden Geschäftsbericht verdeutlicht.

Operative Entwicklung in Übersee

Abseits der Zentrale treibt die Bank ihre regionale Neuaufstellung voran. Adam Quaife wurde als neuer Country Head für Australien und Neuseeland benannt. Der Manager, der auf über 25 Jahre Erfahrung im Asset Management zurückblickt, löst Alison Telfer ab und soll das institutionelle Kundengeschäft in der Region stärken. Diese Personalentscheidung signalisiert, dass das operative Tagesgeschäft trotz der Bewältigung historischer Altlasten weiterläuft.

Die Kombination aus der Senatsanhörung am Dienstag und den Quartalszahlen am Mittwoch wird die kurzfristige Richtung der Aktie vorgeben. Gelingt es dem Management, die politischen Wogen zu glätten und gleichzeitig operative Fortschritte bei der CS-Integration nachzuweisen, könnte dies den nötigen Impuls liefern, um den seit Jahresbeginn vorherrschenden Abwärtstrend zu brechen.

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