UBS Aktie: Endspurt bei Credit Suisse

Die UBS schaltet ab Ende März die alten IT-Systeme der Credit Suisse ab und schließt damit die technische Integration. Zugleich warnt die Bank vor höheren Risiken im Private-Credit-Geschäft.

Kurz zusammengefasst:
  • Start der Systemabschaltung Ende März 2026
  • Neue Führung für das US-Vermögensberater-Netzwerk
  • Erhöhte Risikoprognose für Privatkredite
  • Technische Integration bis Jahresende geplant

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS nähert sich dem operativen Finale. Ende März startet die Bank mit der Abschaltung der historischen IT-Plattformen der Credit Suisse – ein Schritt, der die jahrelange Parallelführung kostspieliger Systeme beendet. Bis Jahresende soll die technische Integration abgeschlossen sein. Für Anleger bedeutet das: Die erwarteten Kostensynergien rücken näher.

Letzte Kundenmigration läuft

Der Fokus liegt aktuell auf internationalen Kunden, die in der Schweiz gebucht sind. Während die Übertragung der inländischen Schweizer Kunden bereits nahezu vollständig ist, steht noch ein letztes großes Migrationsereignis aus. Sabine Keller-Busse, Leiterin des Schweizer Geschäfts, bestätigte auf der Anlegermesse FINANZ26 den Zeitplan: Ab Ende März werden die redundanten Credit-Suisse-Systeme schrittweise abgeschaltet. Die doppelten Betriebskosten sinken damit deutlich.

UBS

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Strategische Neuaufstellung in den USA

Parallel zur Systemintegration strukturiert die UBS ihr US-Geschäft um. Lisa Golia übernimmt zum 1. März die Leitung des US-Vermögensberater-Netzwerks. Die ehemalige Morgan-Stanley-Managerin verantwortet künftig Führung, Rekrutierung und Vergütung der Berater. Ihr Vorgänger Mike Camacho konzentriert sich fortan auf strategische Prioritäten – darunter der Ausbau der US-Banklizenz, für die bereits eine bedingte Genehmigung vorliegt.

John Vander Zee rückt als neuer Chief Operating Officer nach. Unterstützt wird Golia von fünf regionalen Direktoren und Ben Firestein, der den nationalen Vertrieb leitet.

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Warnung vor Private-Credit-Risiken

Im Bereich Global Lending gibt es ebenfalls Veränderungen: Remi Mennesson verlässt die Bank nach vier Jahren an der Spitze der Einheit. Jean-Marc Botteri übernimmt interimsweise. Diese Abteilung finanziert wohlhabende Kunden an der Schnittstelle zwischen Investmentbanking und Vermögensverwaltung.

Zugleich verschärfen die UBS-Strategen ihre Risikoeinschätzung für Privatkredite. Im negativsten Szenario rechnen sie nun mit Ausfallraten von bis zu 15 Prozent – eine Anhebung gegenüber der bisherigen Prognose von 13 Prozent. Als Treiber nennen sie mögliche disruptive Effekte durch künstliche Intelligenz auf die Wirtschaft. Aktuell liegen die Ausfallraten zwischen drei und fünf Prozent.

Die systematische Abschaltung der Credit-Suisse-Plattformen bis Jahresende markiert den operativen Schlusspunkt der größten Bankenintegration der jüngeren Geschichte. Ob die prognostizierten Synergien in voller Höhe realisiert werden, hängt auch davon ab, wie reibungslos die letzten Migrationsereignisse verlaufen.

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