UBS Aktie: FinCEN verhängt 125-Millionen-Dollar-Strafe

UBS muss wegen wiederholter Verstöße gegen Geldwäschevorschriften eine Rekordstrafe von 125 Millionen Dollar zahlen. Trotz starkem Quartalsergebnis belasten mehrere US-Behörden die Bank.

Felix Baarz ·
UBS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Rekordstrafe von 125 Millionen Dollar
  • Mehrere US-Behörden verhängen Sanktionen
  • UBS übertrifft Erwartungen mit Gewinnplus
  • Aktie trotz Sanktionen im Plus

Die US-Finanzaufsichtsbehörde FinCEN hat gegen UBS Financial Services eine Rekordstrafe von 125 Millionen US-Dollar verhängt. Grund sind laut Behördenangaben wiederholte Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche. Die Sanktion erging gestern und markiert einen der höchsten Bußgeldbeträge, die FinCEN in diesem Zusammenhang gegen ein einzelnes Institut ausgesprochen hat.

Mehrere US-Behörden greifen durch

Mit FinCEN belassen es die amerikanischen Aufsichtsbehörden nicht. Zusätzlich verhängte die Finanzaufsicht FINRA eine Strafe von 20 Millionen Dollar, die Börsenaufsicht SEC ebenfalls 20 Millionen und die Terminmarktaufsicht CFTC 8 Millionen Dollar. UBS muss zudem ein externes Unternehmen beauftragen, das die internen Kontrollprozesse zur Geldwäscheprävention künftig überprüft. Die Behörden begründen ihr hartes Vorgehen ausdrücklich mit dem wiederholten Charakter der Verstöße – für die Bank ist es damit nicht das erste Mal, dass US-Regulatoren in diesem Bereich einschreiten.

Operatives Geschäft läuft der Bank in die Karten

Der regulatorische Rückschlag trifft ein Institut, das zuletzt deutlich zulegte. Im jüngsten Quartal steigerte UBS ihr Ergebnis um 134 Prozent, wie ein Überblick über die großen Wall-Street- und Europabanken zeigt – ein Wert, mit dem die Schweizer unter den verglichenen Häusern an der Spitze liegen. Der Finanzvorstand der Bank äußerte sich zuversichtlich, die Jahresziele nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen. Gleichzeitig baut UBS 2.500 Stellen ab, ein Schritt, der zeigt, dass das starke Ergebnis auch mit Kostendisziplin einhergeht. Parallel bleibt das Institut im Kapitalmarktgeschäft aktiv und kündigte Kuponzahlungen für seine ETRACS-Indexpapiere an, mit einem Zahlungstermin am 20. August.

Die Kombination aus robustem operativem Geschäft und wiederkehrenden Compliance-Problemen ist für UBS kein neues Muster. Anleger dürften die frische Millionenstrafe daher eher als Fortsetzung eines bekannten Risikofaktors einordnen als als Überraschung – zumal die Summe im Verhältnis zur Ertragskraft der Bank überschaubar bleibt.

Aktie zeigt sich robust

An der Börse hat die Nachrichtenlage der Aktie bislang nicht zugesetzt. Das Papier schloss gestern bei 46,59 Euro und damit 1,72 Prozent höher. Vom 52-Wochen-Hoch trennen die Aktie derzeit noch 3,32 Prozent, was auf eine grundsätzlich intakte Aufwärtsbewegung hindeutet. Die Marktkapitalisierung von UBS liegt bei knapp 150 Milliarden Euro, ein Volumen, das die regulatorischen Belastungen der vergangenen Jahre relativiert.

Für Anleger bleibt die Gemengelage zweigeteilt: Auf der einen Seite steht ein Institut, das mit starken Quartalszahlen und einem zuversichtlichen Ausblick überzeugt. Auf der anderen Seite häufen sich US-Sanktionen wegen Geldwäscheverstößen, die dem Ruf der Bank schaden und künftige Aufsichtskosten treiben könnten. Wie stark die jüngste Strafe das Vertrauen institutioneller Investoren beeinflusst, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn weitere Details zur externen Überprüfung der Kontrollprozesse bekannt werden.

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UBS Aktie

46,51 EUR

– 0,07 EUR -0,15 %
KGV 32,98
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 2,59 %
Marktkapitalisierung 139,47 Mrd. EUR
ISIN: CH0244767585 WKN: A12DFH

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