UBS Aktie: Kopfzerbrechen?
Die Schweizer Finanzministerin lehnt Erleichterungen bei Kapitalvorschriften für die UBS ab, während die Bank gleichzeitig den Handel mit Kryptowährungen für Privatkunden vorbereitet.

Kurz zusammengefasst
- Keine Lockerung bei geplanten Eigenkapitalregeln
- Vorbereitung des Handels mit Bitcoin und Ethereum
- Aktie verzeichnet deutliche Verluste in einer Woche
- Ungeklärte Nachfolge für CEO-Position
Die Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter erteilte der UBS am Samstag eine klare Absage: Keine Erleichterungen bei den geplanten Eigenkapital-Vorschriften. Im gleichen Atemzug bereitet die Großbank den Einstieg in den Krypto-Handel vor. Zwei gegensätzliche Signale, die das Dilemma der systemrelevanten Bank verdeutlichen.
Die wichtigsten Fakten:
– Finanzministerin lehnt Kompromisse bei AT1-Kapital-Anrechnung ab
– UBS plant Krypto-Trading für wohlhabende Privatkunden in der Schweiz
– RBC Capital bestätigt Kursziel von 38 CHF bei „Buy“-Rating
– Aktie verlor in den vergangenen sieben Tagen über 21 Prozent
Harte Linie aus Bern
In einem Interview mit der „Finanz und Wirtschaft“ machte Keller-Sutter deutlich, dass sie einen parlamentarischen Vorstoß ablehnt. Dieser sah vor, AT1-Anleihen ausländischer Töchter zu 50 Prozent auf die Eigenmittelanforderungen anzurechnen. Ihre Begründung: Die UBS verfüge „schon jetzt über genug Eigenkapital“.
Besonders brisant: Drohungen bezüglich eines möglichen Wegzugs ins Ausland nimmt sie „nicht ernst“. Der letzte direkte Austausch mit UBS-Chairman Colm Kelleher liegt bereits mehrere Monate zurück – Ende Oktober 2025. Diese Distanz zwischen Bern und dem Paradeplatz unterstreicht die angespannte Beziehung.
Krypto als neues Standbein
Parallel arbeitet die Bank laut Bloomberg-Bericht an der Einführung von Krypto-Handel für Private-Banking-Kunden. Bitcoin und Ethereum sollen zunächst in der Schweiz handelbar werden. Der Schritt zielt auf die wachsende Nachfrage vermögender Kunden nach digitalen Assets und positioniert die UBS im Wettbewerb um junge Vermögen neu.
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Zwischen Innovation und Regulierung
Die gegensätzlichen Entwicklungen zeigen das Spannungsfeld deutlich: Operativ versucht die Bank durch neue Geschäftsfelder zu wachsen. Gleichzeitig drohen verschärfte Kapitalvorschriften die Rendite auf das Eigenkapital zu drücken – und damit Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe zu reduzieren.
Zusätzliche Unsicherheit kommt durch die ungeklärte CEO-Nachfolge. Marktberichte vom Wochenende deuten darauf hin, dass weiterhin externe Kandidaten geprüft werden.
Der kommende Montag wird zeigen, welches Narrativ die Oberhand gewinnt: Regulierungs-Angst oder Wachstums-Fantasie durch digitale Assets. Mit einem Kursziel von 38 CHF seitens RBC Capital liegt der potenzielle Aufwärtsspielraum derzeit minimal über dem aktuellen Niveau von 37,16 CHF.
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