UBS Aktie: Merger-Arbitrage-Index startet Ende Mai
Die UBS treibt ihre US-Strategie mit Zukäufen voran, während in der Schweiz strengere Kapitalvorschriften drohen. CEO Ermotti verlängert.

Kurz zusammengefasst
- Geplante Übernahmen im US-Vermögensverwaltung
- CEO Ermotti verlängert sein Mandat
- Stabiles Nettoeinkommen von drei Milliarden Dollar
- Stellenabbau in der Schweiz, Aufbau in Indien
In der Schweiz drohen strengere Kapitalregeln. In den USA bläst die UBS derweil zum Angriff. Die Großbank prüft gezielte Zukäufe im amerikanischen Wealth Management. Das Ziel: mehr Wachstum jenseits des Heimatmarktes.
Dafür nutzt das Institut seine US-Nationalbanklizenz. Sie erlaubt eine flexiblere Steuerung des Kapitals. Ab Ende 2026 will die Bank ihr amerikanisches Privatkundengeschäft ausbauen. Geplant sind vermehrt Girokonten und Kreditdienstleistungen.
Auch institutionelle Kunden bekommen neue Produkte. Ende Mai soll ein systematischer Merger-Arbitrage-Index starten. Ein Algorithmus wertet dafür eine große Transaktionsdatenbank aus. Investoren können so über Swaps an M&A-Strategien teilnehmen. Sie brauchen dafür kein eigenes Team.
Ermotti bleibt an Bord
Dieser US-Fokus kommt nicht von ungefähr. In der Schweiz debattiert die Politik über schärfere Kapitalvorschriften. Das Finanzdepartement prüft eine vollständige Besicherung der Auslandstöchter. Eine endgültige Entscheidung fällt voraussichtlich erst 2028.
Deshalb setzt der Verwaltungsrat auf Konstanz. CEO Sergio Ermotti soll die Bank über sein aktuelles Mandat hinaus führen. Sein Vertrag lief ursprünglich bis April 2027. Er soll den Konzern nun durch die regulatorischen Debatten steuern.
Stellenabbau und stabile Zahlen
Operativ liefert die Bank solide Ergebnisse. Im ersten Quartal 2026 lag das Nettoeinkommen bei rund drei Milliarden US-Dollar. Hinzu kamen millionenschwere Aktienrückkäufe.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 38,40 Euro. Auf Monatssicht verbucht der Titel einen Zuwachs von gut acht Prozent. Seit Jahresanfang liegt das Papier knapp fünf Prozent im Minus.
Hinter den Kulissen baut die Bank parallel um. In Indien entstehen bis zu 3.000 neue Stellen für Technologie- und KI-Projekte. Währenddessen streicht das Institut Arbeitsplätze in der Schweiz. Dieser Abbau hängt direkt mit der Integration der Credit Suisse zusammen.
In den kommenden Wochen rückt nun die Politik in Bern in den Fokus. Die Schweizer Behörden konkretisieren ihre Pläne für die neuen Kapitalvorschriften. Davon hängt ab, wie viel Kapital die Bank künftig für ihre US-Expansion frei machen kann.
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