UBS Aktie: Regulierung überschattet Rekordergebnisse

UBS erzielt 2025 einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar, doch drohende Kapitalvorschriften belasten die Aktie. Die Dividende steigt, während die Integration der Credit Suisse voranschreitet.

Kurz zusammengefasst:
  • Jahresgewinn steigt um 53 Prozent
  • Drohende Kapitalanforderungen bis 26 Mrd. Dollar
  • Dividende wird um 22 Prozent erhöht
  • Credit-Suisse-Integration nahezu abgeschlossen

Starke Zahlen, schwacher Kurs — bei UBS klafft derzeit eine auffällige Lücke zwischen operativer Leistung und Marktreaktion. Der Grund: Die ungeklärte Frage der künftigen Eigenkapitalanforderungen lastet schwer auf der Aktie, die seit Jahresbeginn rund 19 Prozent verloren hat.

Bis zu 26 Milliarden Dollar auf dem Spiel

Das Eidgenössische Finanzdepartement will UBS zur vollständigen Kapitalisierung ihrer ausländischen Tochtergesellschaften verpflichten — ein Schritt, der die Bank zur Vorhaltung von bis zu 26 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kernkapital zwingen würde. UBS bezeichnet die Vorschläge als „extrem“ und argumentiert, die Bank werde für ihre Rolle bei der staatlich organisierten Credit-Suisse-Rettung nun unverhältnismäßig bestraft.

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Einen Lichtblick lieferte zuletzt die Schweizerische Volkspartei (SVP): Die größte Parlamentspartei unterstützt einen Kompromissvorschlag, der es UBS erlauben würde, Wandelanleihen (AT1s) zur Erfüllung eines Teils der neuen Anforderungen einzusetzen. Dieser Vorschlag hatte die Aktie zwischenzeitlich auf ein 17-Jahreshoch getrieben. Da keine der geplanten Regeländerungen vor 2027 in Kraft treten dürfte, hält UBS vorerst an seinen Zielen für 2026 fest — darunter eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent und eine Kosten-Ertrags-Quote unter 70 Prozent.

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Operativ glänzend, strategisch unter Beobachtung

Abseits der Regulierungsdebatte lieferte UBS für 2025 bemerkenswerte Zahlen: Der Jahresnettogewinn stieg um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Vermögen überstiegen erstmals 7 Billionen Dollar. Die Dividende soll um 22 Prozent auf 1,10 US-Dollar je Aktie steigen, ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar wurde bereits abgeschlossen. Die Credit-Suisse-Integration schreitet voran: Rund 85 Prozent der Schweizer Konten sind migriert, bis Ende März sollen es nahezu alle sein.

Parallel erneuert sich der Verwaltungsrat. Zur Generalversammlung am 15. April werden Agustín Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple, in das Gremium gewählt. Damit stärkt UBS gezielt die regulatorische und finanzielle Expertise im Board — ein Signal, das angesichts der bevorstehenden Kapitaldebatten in Bern kaum zufällig ist.

Am 29. April legt UBS die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Bis dahin dürfte der politische Prozess in der Schweizer Hauptstadt den Kurs stärker bewegen als jede operative Meldung — zumal weitere Kapitalaufbaumaßnahmen die für 2026 bis 2028 erwarteten Aktionärsausschüttungen von rund 21 Milliarden Dollar unter Druck setzen könnten.

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