UBS Aktie: Rückschlag in New York
Ein US-Gericht lehnt den Antrag der UBS auf präventiven Schutz vor möglichen neuen Forderungen aus NS-verknüpften Altkonten ab. Die Entscheidung belastet die Aktie, während die Bank digitale Projekte vorantreibt.

Kurz zusammengefasst
- US-Richter weist Antrag auf präventiven Rechtsschutz ab
- Altlasten aus Credit-Suisse-Übernahme überschatten Fortschritte
- UBS testet Stablecoin und Blockchain-Projekte mit Partnern
- Generalversammlung und Quartalszahlen im April entscheidend
Die Notrettung der Credit Suisse holt die UBS juristisch ein. Ein Bundesrichter in den USA verwehrte der Schweizer Großbank nun den präventiven Schutz vor möglichen neuen Klagen im Zusammenhang mit historischen Konten. Diese Altlasten überschatten aktuell die technologischen Fortschritte des Konzerns und bremsen die Kauflaune der Anleger.
Keine Immunität für hypothetische Klagen
Im Kern des Disputs steht ein 1,25 Milliarden US-Dollar schwerer Vergleich aus dem Jahr 1999. Die UBS wollte gerichtlich feststellen lassen, dass diese Vereinbarung sie auch vor neuen Forderungen schützt. Hintergrund ist eine Untersuchung aus dem Jahr 2020, die 890 potenziell mit dem NS-Regime verknüpfte Konten bei der übernommenen Credit Suisse zutage förderte.
Richter Edward Korman wies den Antrag der Bank ab. Er betonte, das Institut verlange ein Gutachten für noch gar nicht eingereichte Klagen. Die alte Vereinbarung spreche für sich selbst, bis ein konkreter juristischer Konflikt entstehe. Eine jüdische Menschenrechtsgruppe hatte sich zuvor vehement gegen den Vorstoß der UBS gewehrt. An der Börse sorgte die richterliche Entscheidung für leichte Verstimmung. Der Kurs gab am Donnerstag um 2,60 Prozent nach und notiert aktuell bei 34,89 Euro.
Krypto-Tests im institutionellen Handel
Abseits der Gerichtssäle forciert das Institut die technologische Weiterentwicklung. Gemeinsam mit fünf weiteren Schweizer Banken testet die UBS derzeit einen an den Franken gekoppelten Stablecoin in einer sicheren digitalen Umgebung.
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Parallel dazu laufen Pilotprojekte mit JPMorgan. Dabei erproben die beiden Institute die Abwicklung von Transaktionen direkt über die Blockchain-Infrastruktur von Chainlink. Diese Initiativen zielen darauf ab, das digitale Ökosystem im institutionellen Handel effizienter zu gestalten und die Praxistauglichkeit der Technologie zu validieren.
Der Blick richtet sich auf den April
Für Aktionäre rücken nun wieder handfeste Finanzdaten und strategische Entscheidungen in den Vordergrund. Der Terminkalender für die kommenden Wochen ist eng getaktet:
- 15. April 2026: Ordentliche Generalversammlung in Basel.
- Dividende: Abstimmung über eine geplante Ausschüttung von 1,10 US-Dollar pro Aktie, was einem Plus von 22 Prozent entspricht.
- 29. April 2026: Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das erste Quartal.
Die anstehenden Quartalszahlen Ende April werden konkrete Einblicke in den Fortschritt der CS-Integration liefern. Bis dahin zeigt der bisherige Jahresverlust der Aktie von rund 13 Prozent, dass der Markt trotz der geplanten Dividendenerhöhung weiterhin eine spürbare Risikoprämie für die rechtlichen und operativen Herausforderungen einpreist.
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