UBS Aktie: SNB stützt Kapitalregeln
Die Schweizer Nationalbank hält die strengeren Kapitalvorgaben für die UBS für machbar und bestätigt ausreichende Reserven der Bank.

Kurz zusammengefasst
- SNB unterstützt strengere Kapitalregeln
- UBS hat Reserven von neun Milliarden
- Aktie legt um knapp zwei Prozent zu
- US-Expansion für 2027 geplant
Die Schweizerische Nationalbank hat sich klar positioniert. In ihrem aktuellen Finanzstabilitätsbericht unterstützt sie die strengeren Kapitalregeln für die UBS. Gleichzeitig betont sie: Die Bank hat ausreichend Reserven, um diese Regeln zu schultern.
Die Aktie legte am Donnerstag um 1,94 Prozent auf 44,58 Euro zu. Sie notiert damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 44,82 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 10,90 Prozent.
Die Kapitaldebatte: Was die SNB wirklich sagt
Der Bundesrat will die Regeln für Auslandstöchter verschärfen. Künftig müssen diese komplett mit Eigenkapital unterlegt werden – bisher reichten 60 Prozent. Das kostet Geld. Viel Geld.
Die UBS schätzt den zusätzlichen CET1-Bedarf auf rund 20 Milliarden Dollar. Die SNB widerspricht nicht. Sie bewertet die Pläne aber als „zielgerichtet und verhältnismäßig“. Ihre Begründung: Die Bank hat bereits neun Milliarden Dollar Reserven in der Schweizer Einheit. Hinzu kommt eine Übergangsfrist von sieben Jahren.
Die Notenbank geht daher davon aus, dass die UBS die Vorgaben erfüllen kann. Und das ohne Abstriche bei Dividenden oder Aktienrückkäufen. Das Parlament entscheidet voraussichtlich 2027 über das Paket.
Das zweite Standbein: US-Expansion
Die Kapitaldebatte hält das Management nicht auf. Im Gegenteil. Für Mitte 2027 plant die Bank den Start eines umfassenden Bankangebots für vermögende US-Kunden.
Bislang konzentrierte sich die UBS dort auf Vermögensverwaltung. Künftig will sie zur Hauptbank für den täglichen Finanzbedarf dieser Klientel werden. CEO Sergio Ermotti hatte das US-Geschäft früh als zentrales Wachstumsprojekt definiert.
Der Schweizer Bankensektor insgesamt zeigt sich laut SNB gut aufgestellt. Die Profitabilität inlandorientierter Banken gab 2025 zwar leicht nach – das Kreditwachstum bleibt aber dynamisch.
Für die UBS heißt das: Sieben Jahre Zeit, um Milliarden an zusätzlichem Kapital aufzubauen. Die SNB hält das für machbar. Ob die Aktionäre am Ende die Rechnung zahlen, entscheidet sich spätestens 2027 im Parlament.
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