Die UBS treibt die Neuausrichtung nach der Credit-Suisse-Übernahme voran. Während die Bank in Indien massiv expandiert, steht in der Schweiz ein erheblicher Stellenabbau bevor. Gleichzeitig fordert die Nationalbank schärfere Kapitalregeln – was die Großbank zusätzliches Kapital kosten könnte.
3.000 neue Jobs in Indien geplant
UBS öffnet einen neuen Standort in Hyderabad und will dort zwischen 2.000 und 3.000 Mitarbeiter einstellen. Die Belegschaft in der Stadt würde sich damit verdoppeln. Schwerpunkt der Neueinstellungen sind Technologie und künstliche Intelligenz.
Matthias Schacke, Leiter der UBS-Operationen in Indien, betonte gegenüber Reuters den Ausbau der Tech-Kapazitäten. Die Bank setzt offenbar auf kostengünstigere IT- und KI-Standorte außerhalb der Schweiz.
Die Ankündigung erfolgt parallel zum geplanten Abbau von rund 3.000 Stellen in der Schweiz. Dieser soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen – vorwiegend durch natürliche Fluktuation und Frühverrentungen. UBS dementierte einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen.
Nationalbank fordert härtere Kapitalregeln
Am selben Tag bekräftigte die Schweizerische Nationalbank ihre Unterstützung für strengere Bankenregulierung. SNB-Vizepräsident Antoine Martin verteidigte die Regierungsvorschläge, die nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse entwickelt wurden.
Die geplanten Maßnahmen im Überblick:
- Anforderung ausreichender Sicherheiten für Zentralbankliquidität
- Verbot der Anrechnung von Software und latenten Steueransprüchen als hartes Kernkapital
- Vollständige Unterlegung ausländischer Tochtergesellschaften mit CET1-Kapital
Die Vorschläge könnten UBS zwingen, bis zu 24 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital vorzuhalten. Die Bank lehnt die Pläne ab und warnt vor Wettbewerbsnachteilen für den Schweizer Finanzplatz. Die Regierung will ihre endgültigen Vorschläge in den kommenden zwei bis drei Monaten vorlegen.
Integration läuft nach Plan
Die Übernahme der Credit Suisse zeigt konkrete Fortschritte. Rund 85 Prozent der in der Schweiz gebuchten Kundenkonten sind bereits migriert, die restlichen Transfers sollen bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.
Bei den Kosteneinsparungen übertrifft UBS die ursprünglichen Ziele: Bis Ende 2025 betrugen die kumulierten Bruttoeinsparungen 10,7 Milliarden US-Dollar. Das Ziel für annualisierte Einsparungen wurde auf rund 13,5 Milliarden US-Dollar bis Ende 2026 angehoben.
Die Schweizer Bankangestelltenvereinigung beobachtet den Stellenumbau kritisch. Vizepräsidentin Natalia Ferrara betonte die Bedeutung des Arbeitsplatzerhalts in der Schweiz und warnte davor, das Land für UBS unattraktiv zu machen.
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