UBS Aktie: Wealth Management in Amerika mit 5,3 Milliarden Zufluss

Die Schweizer Großbank verzeichnet im ersten Quartal 2026 wieder Kundenzuflüsse in den USA und steigert den Gewinn deutlich.

Dieter Jaworski ·
UBS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kundenzuflüsse von 5,3 Milliarden Dollar
  • Investmentbanking mit 27 Prozent Umsatzplus
  • Nettogewinn springt auf drei Milliarden Dollar
  • Private-Credit-Sektor zeigt erste Schwächen

Lange galt das US-Geschäft als Achillesferse der Schweizer Großbank. Im ersten Quartal 2026 meldet UBS nun eine spürbare Trendwende im amerikanischen Wealth Management. Nach drei Quartalen mit anhaltenden Abflüssen bringt die Neuausrichtung der Strategie erste messbare Erfolge.

Neues Momentum in den USA

Das Segment verzeichnete zwischen Januar und März Kundenzuflüsse von 5,3 Milliarden Dollar. Zuvor hatte der Konzern die Vergütungsmodelle für seine Finanzberater in der Region angepasst, um Abwanderungen zu stoppen. Zwar sank die Zahl der Berater bis Ende März weiter auf 5.722, die Nettoneugelder fließen aber wieder.

Global sammelte die Vermögensverwaltung im Auftaktquartal 37 Milliarden Dollar an frischen Mitteln ein. Die im März erteilte vollwertige US-Banklizenz liefert der Bank einen zusätzlichen strategischen Hebel. Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher schließt nicht aus, nach der vollständigen Integration der Credit Suisse weitere US-Vermögensverwalter zuzukaufen.

Investmentbank treibt Gewinne

Parallel dazu läuft das Investmentbanking auf Hochtouren. Die Sparte steigerte ihre Umsätze im Jahresvergleich um 27 Prozent. Ein Allzeithoch im Handelsgeschäft sowie eine starke Belebung bei Börsengängen und Übernahmen trieben das Ergebnis.

Auf Konzernebene kletterten die Gesamterlöse auf gut 14 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verzeichnete einen massiven Sprung auf rund drei Milliarden Dollar. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 72,5 Prozent — ein klares Signal, dass die Kostensenkungsprogramme greifen.

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Skepsis bei Private Credit

Trotz der starken Quartalszahlen reagiert die Börse verhalten. Die UBS-Aktie notiert aktuell bei 36,54 Euro und gibt damit auf Tagessicht leicht nach. Auf Monatssicht steht zwar ein Plus von knapp acht Prozent auf der Kurstafel, seit Jahresbeginn hinkt das Papier mit einem Minus von gut neun Prozent jedoch hinterher.

Ein Grund für die Zurückhaltung am Markt könnten Warnsignale aus einem bisherigen Boom-Sektor sein. CFO Todd Tuckner berichtete von einer nachlassenden Begeisterung wohlhabender Kunden für Private Credit. Die Bank registriert erhöhte Rücknahmeanfragen, getrieben von Gewinnmitnahmen und Liquiditätsbedarf in der 1,8 Billionen Dollar schweren Branche. Anleger agieren hier zunehmend selektiv.

Im Hintergrund läuft der Endspurt der Credit-Suisse-Übernahme. Die Migration der Schweizer Kundenkonten ist abgeschlossen, die jährlichen Einsparungen summieren sich bereits auf 11,5 Milliarden Dollar. Langfristig droht jedoch Gegenwind aus Bern: Geplante Schweizer Regulierungsänderungen könnten von UBS den Aufbau von 37 Milliarden Dollar an zusätzlichem Kernkapital verlangen.

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UBS Aktie

37,18 EUR

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KGV 17,89
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 3,32 %
Marktkapitalisierung 102,89 Mrd. EUR
ISIN: CH0244767585 WKN: A12DFH

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