Ubtech Robotics hält heute seine außerordentliche Hauptversammlung ab – ursprünglich für den 26. März angesetzt, wurde der Termin auf den 10. März vorgezogen. Auf der Tagesordnung steht die Genehmigung einer Schlüsselakquisition: der Erwerb von mindestens 43 Prozent an Zhejiang Fenglong Electric für rund 1,7 Milliarden Yuan (ca. 237 Millionen US-Dollar). Der beschleunigte Zeitplan signalisiert, welche strategische Priorität das Unternehmen dieser Transaktion beimisst.
Ein Zweistufiger Deal mit klarer Logik
Die Übernahme erfolgt in zwei Schritten. In der ersten Phase erwirbt Ubtech 29,99 Prozent an Fenglong für 1,16 Milliarden Yuan. Im zweiten Schritt folgt ein freiwilliges Teilangebot für weitere 13,02 Prozent zu rund 504 Millionen Yuan. Der Angebotspreis liegt bei 17,72 Yuan je Aktie – ein Abschlag von zehn Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 17. Dezember vor dem Handelsstopp.
Bei erfolgreichem Abschluss sichert sich Ubtech sechs von sieben Sitzen im Aufsichtsrat von Fenglong. Damit wäre Fenglong die erste an Chinas A-Aktienmarkt notierte Tochtergesellschaft des Roboterherstellers.
Die strategische Begründung ist klar: Fenglong produziert Motoren, Aktoren und Hydrauliksysteme für Kunden wie Husqvarna, Caterpillar und Bosch Rexroth – Präzisionskomponenten, die sich direkt in humanoide Roboter integrieren lassen. Statt jahrelang eigene Fertigungskapazitäten aufzubauen, kauft Ubtech die benötigte Produktionsbasis direkt ein.
Fenglong erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 479 Millionen Yuan bei einem Nettogewinn von lediglich 4,59 Millionen Yuan. Die Bewertung reflektiert damit weniger die aktuelle Ertragskraft als die strategische Bedeutung der Fertigungskapazitäten. Für 2026 wurde ein Gewinnziel von 10 Millionen Yuan vereinbart, bis 2028 soll dieser Wert auf 20 Millionen Yuan steigen – jeweils ohne Berücksichtigung robotikbezogener Verluste.
Walker-Serie als Wachstumstreiber
Die Übernahme soll die Produktionsziele für Ubtechs humanoide Roboter der Walker-Serie absichern. Seit Anfang 2025 hat das Unternehmen Aufträge im Wert von über 800 Millionen Yuan von Partnern wie BYD, Audi FAW und Foxconn verbucht. Insgesamt liegen feste Bestellungen von 1,4 Milliarden Yuan vor, die monatliche Produktion des Walker S2 übersteigt bereits 300 Einheiten. Bis 2026 peilt Ubtech eine Jahreskapazität von 5.000 Einheiten an, bis 2027 sollen es 10.000 werden.
Parallel dazu veröffentlichte das Unternehmen im Februar sein selbst entwickeltes Vision-Language-Modell „Thinker“ als Open-Source-Software.
Die Finanzierung der Übernahme steht: Im November 2025 hatte Ubtech über 3,1 Milliarden Hongkong-Dollar eingesammelt, explizit für Investitionen und Akquisitionen bestimmt.
Weiterer Fahrplan
Der Aktienkurs von Ubtech gab in der Vorwoche um 7,6 Prozent auf 112,30 Hongkong-Dollar nach. Marktbeobachter führen die jüngste Kursschwäche auf die mehrfachen Terminverschiebungen im Übernahmeprozess zurück.
Eine zweite außerordentliche Hauptversammlung ist bereits für den 19. März terminiert, das genaue Programm steht noch aus. Den Quartalsbericht veröffentlicht Ubtech am 31. März – dann werden Anleger erstmals ein vollständigeres Bild der finanziellen Auswirkungen dieser Expansionsstrategie erhalten.
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