UniCredit Aktie: Orlopp überrascht!
UniCredit hat Aion integriert und eine Indien-Kooperation vereinbart; für den Commerzbank-Zusammenschluss fehlen noch zwei Genehmigungen.

Kurz zusammengefasst
- EZB stimmt Commerzbank-Geschäft bereits zu
- EU- und Polen-Freigaben noch ausstehend
- Aion gehört seit November zu Unicredit
- UniCredit und ICICI vereinbaren Zusammenarbeit
Für die Übernahme der Commerzbank durch UniCredit stehen noch Genehmigungen der Europäischen Kommission und der polnischen Aufsicht aus. Medienberichten vom Donnerstag zufolge werden die ausstehenden Freigaben im vierten Quartal 2026 oder spätestens im ersten Quartal 2027 erwartet. Die Europäische Zentralbank hat dem Geschäft bereits zugestimmt.
Orlopp sieht Potenzial für Wertschaffung
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp äußerte sich am Donnerstag positiver zu einem Zusammenschluss. Wie Reuters berichtete, zeigte sie sich überzeugt, dass ein Geschäft mit UniCredit Wert schaffen könne.
UniCredit hat unterdessen die Integration von Aion abgeschlossen. Nach Angaben der Bank gehört Aion seit dem 1. November zu UniCredit S.p.A. Dieser Schritt folgte auf die Übernahme von Aion und Vodeno.
Kooperation für das Geschäft mit Indien
Am Montag unterzeichneten UniCredit und ICICI Bank eine Absichtserklärung zur Unterstützung grenzüberschreitender Geschäfte zwischen Europa und Indien. Nach Unternehmensangaben umfasst die geplante Zusammenarbeit sowohl das Firmenkunden- als auch das Privatkundengeschäft. Vorgesehen sind außerdem Devisengeschäfte, Betriebsmittelfinanzierungen sowie Handels- und Lieferkettenfinanzierungen.
Im Transaktionsgeschäft meldete UniCredit am Donnerstag vier Auszeichnungen bei den Euromoney Transaction Banking Awards 2026. Die Bank wurde für ihr Transaktionsgeschäft in Mittel- und Osteuropa, Italien und Deutschland ausgezeichnet. Hinzu kam die Auszeichnung als beste Bank für das Liquiditätsmanagement in Rumänien.
Bei der Arbeitsorganisation verschärfte UniCredit nach Medienberichten vom Mittwoch die Präsenzpflicht: Für die direkt an Vorstandschef Andrea Orcel berichtenden Führungskräfte endete die Heimarbeit mit sofortiger Wirkung. Gewerkschaften zufolge soll die Regelung ab Januar auf sämtliche Beschäftigten ausgeweitet werden; welche Ausnahmen gelten würden, war dabei noch nicht klar.
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