Die italienische Großbank UniCredit setzt ihre Expansionsstrategie in Europa mit einem klaren Fokus um. Nachdem die Übernahmeambitionen für die Commerzbank in der Vergangenheit gescheitert waren, vollzieht die Bank nun einen konkreten Schritt in Griechenland. Gleichzeitig treibt sie ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm konsequent voran – eine Kombination, die Anleger zu honorieren scheinen.
Die strategischen Bausteine
Der jüngste Kursanstieg wurde durch zwei konkrete Maßnahmen befeuert. Zum einen hat UniCredit am Montag, den 5. Januar 2026, die notwendigen Genehmigungen erhalten, um seine Beteiligung an der Alpha Bank auf etwa 29,8% aufzustocken. Durch die Umwandlung einer früheren synthetischen Position festigt die Gruppe ihre Rolle als größter Anteilseigner der griechischen Bank. Dieser Schritt unterstreicht die „UniCredit Unlocked“-Strategie von CEO Andrea Orcel, die auf kapitalleichtes Wachstum in europäischen Märkten mit hohem Potenzial setzt.
Parallel dazu veröffentlichte die Bank eine preissensitive Mitteilung zu ihrem laufenden Aktienrückkauf. Bis zum aktuellen Zeitpunkt hat UniCredit in der zweiten Tranche ihres Programms bereits Aktien im Wert von 1,13 Milliarden Euro zurückgekauft, was etwa 63,9% des für diese Phase budgetierten Betrags entspricht. Diese Kapitalrückführung an die Aktionäre unterstreicht die finanzielle Stärke des Instituts.
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Disziplinierte Expansion und solide Basis
Die Erhöhung der Alpha-Bank-Beteiligung auf knapp unter der 30%-Schwelle – ab der oft ein verbindliches Übernahmeangebot fällig wird – zeigt einen disziplinierten Umgang mit Kapital. UniCredit profitiert so von der Erholung des griechischen Bankensektors, ohne sofort eine vollständige Übernahme stemmen zu müssen. Diese Strategie wird durch eine der solidesten Kapitalquoten (CET1) unter europäischen Banken ermöglicht, die Ende 2025 bei 14,8% lag.
Die gestärkte Marktposition wurde am Mittwoch, den 7. Januar, weiter untermauert, als Berichte auftauchten, die UniCredit neben BNP Paribas und JPMorgan als Global Coordinator für einen potenziellen Börsengang (IPO) nannten.
Blick auf die Quartalszahlen
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Jahresabschluss für 2025, der typischerweise Anfang Februar veröffentlicht wird. Im Fokus steht die Frage, ob die Bank ihre Nettoergebnis-Prognose von 10,5 Milliarden Euro übertreffen kann. Analysten erwarten, dass das höhere Zinsumfeld im Euroraum die Zinserträge weiter stützt und die erhöhte Beteiligung an der Alpha Bank in der ersten Hälfte 2026 verstärkt zum Ergebnis beitragen wird. Der weitere Fortschritt im Aktienrückkaufprogramm dürfte den Kurs in den kommenden Wochen zusätzlich stützen.
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