Unicure steht derzeit vor einer Doppelbelastung aus rechtlichen und operativen Herausforderungen. Während eine Welle von Sammelklagen im Zusammenhang mit der klinischen Pipeline den Druck erhöht, rückt die bevorstehende Präsentation der Jahreszahlen in den Fokus der Anleger. Kann die restliche Pipeline die juristischen Unsicherheiten auffangen?
Druck durch Sammelklagen
Mehrere Anwaltskanzleien haben rechtliche Schritte gegen das Unternehmen eingeleitet. Am gestrigen Montag schloss sich Kessler Topaz Meltzer & Check den Klägern an. Im Zentrum der Vorwürfe steht der Zulassungsprozess für den Huntington-Therapiekandidaten AMT-130. Die Kläger behaupten, das Unternehmen habe irreführende Angaben zur Abstimmung des Studiendesigns mit den Regulierungsbehörden gemacht.
Konkret geht es um die Frage, ob das klinische Design tatsächlich die volle Unterstützung der Behörden besaß und wie der Zeitplan für den Zulassungsantrag kommuniziert wurde. Zuvor gab es Signale der Aufsichtsbehörden, dass die vorliegenden Daten für einen Antrag unzureichend sein könnten. Betroffene Investoren haben bis zum 13. April 2026 Zeit, sich als Hauptkläger für das Verfahren zu melden.
Bilanzvorlage und Pipeline-Status
Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen bereitet das Management die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Die Daten sollen am nächsten Montag, den 2. März 2026, vor US-Handelsbeginn veröffentlicht werden. Ein anschließendes Konferenzgespräch bietet der Geschäftsführung die Gelegenheit, zur aktuellen operativen Lage Stellung zu beziehen.
Marktteilnehmer erwarten dabei vor allem Updates zur breiteren Pipeline, die Kandidaten für Epilepsie, ALS und Morbus Fabry umfasst. Zuletzt lieferte das AMT-191-Programm für Morbus Fabry positive Daten in Form einer anhaltend gesteigerten Enzymaktivität. Diese technischen Fortschritte dienen derzeit als Gegengewicht zu den Rückschlägen im Huntington-Programm.
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Marktumfeld und Insider-Aktivität
Die Aktie verzeichnete zuletzt eine erhöhte Volatilität. Am gestrigen Montag stieg der Kurs bei einem Handelsvolumen von 1,08 Millionen Aktien um 4,44 Prozent. Am heutigen Dienstag gab der Titel leicht auf 24,06 US-Dollar nach. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar.
Während institutionelle Investoren etwa 55 Prozent der Anteile halten, liegt der Anteil der Insider bei rund 4,79 Prozent. In den vergangenen sechs Monaten verzeichnete das Unternehmen acht Insider-Verkäufe und keine Zukäufe.
Die kommenden Tage sind für die kurzfristige Kursentwicklung entscheidend. Am 2. März müssen die Verantwortlichen aufzeigen, wie sie die regulatorischen Bedenken ausräumen wollen. Sollte das Management keine überzeugenden Argumente für den weiteren Zeitplan des Huntington-Programms liefern, dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger verstärkt auf die juristische Frist im April richten.
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