Unilever Aktie: 15,7 Milliarden für McCormick-Verkauf
Nach dem Verkauf der Foods-Sparte treibt Unilever die KI-Transformation voran, um die Profitabilität zu steigern und den Aktienkurs zu beleben.

Kurz zusammengefasst
- Umfassende KI-Strategie für Produktion
- Verkauf der Foods-Sparte an McCormick
- Aktienrückkäufe von bis zu sechs Milliarden
- Barclays bestätigt Overweight-Rating
Unilever hat die letzte große Baustelle benannt. Nach dem Verkauf der Lebensmittelsparte will der Konsumgüterkonzern seinen Margenrückstand auf die Konkurrenz schließen. Das Mittel der Wahl: eine umfassende KI-Offensive.
Der Vorstand will das Unternehmen zur „AI-first Enterprise“ umbauen. Konkret bedeutet das: Digitale Zwillinge steuern künftig die globale Produktion. Eine Testanlage in North Carolina zeigt bereits Wirkung. Die Kapazität stieg um zehn Prozent, der Energieverbrauch sank.
Schlanker, schneller, profitabler
Hintergrund der Technologieoffensive ist der radikale Konzernumbau. Nach dem Spin-off der Eiscremesparte 2025 verkauft Unilever nun auch die Foods-Sparte an McCormick. Der Kaufpreis liegt bei rund 15,7 Milliarden Dollar in bar und Aktien.
2027 soll der Deal abgeschlossen sein. Dann bleibt nur noch das Kerngeschäft: Körperpflege, Haushalt und Beauty. Pro-forma-Daten zeigen: Dieses Portfolio wuchs in den letzten drei Jahren mit 5,4 Prozent pro Jahr. Das ist deutlich mehr als unter dem alten Mischkonzern.
Die Milliardenerlöse aus dem Foods-Verkauf fließen teils zurück an die Aktionäre. Zwischen 2026 und 2029 sind Aktienrückkäufe von bis zu sechs Milliarden Euro geplant.
Kurs mit Luft nach oben
An der Börse kommt der Umbau bislang verhalten an. Die Aktie notiert bei 50,66 Euro – rund 20 Prozent unter dem Jahreshoch von 63,45 Euro. Der RSI von 59 signalisiert neutrales bis leicht positives Momentum.
Barclays bleibt optimistisch. Die Bank bestätigte ihr „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 56,50 Euro. Begründung: Die Portfolio-Verschlankung schafft Raum für Margensteigerungen.
Die WM 2026 dient als zentraler Marketing-Katalysator. 35 Unilever-Marken sind auf der globalen Bühne aktiv. Das Management erwartet starke Impulse für das Volumenwachstum.
Parallel läuft das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro. Es soll im Juli 2026 abgeschlossen sein. Ein Signal der Stärke in unsicheren Zeiten.
Unilever-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unilever-Analyse vom 16. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Unilever-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unilever-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Unilever: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...