Unilever Aktie: 45-Milliarden-Deal mit McCormick
Unilever treibt mit milliardenschwerem Deal die Konzentration auf Beauty und Personal Care voran. Anleger hoffen auf steigende Margen.

Kurz zusammengefasst
- Abschied vom Lebensmittelgeschäft
- 45-Milliarden-Deal mit McCormick
- Starkes Volumenwachstum in Indien
- Aktienrückkauf über 1,5 Milliarden Euro
Unilever treibt den Abschied vom klassischen Lebensmittelgeschäft mit Hochdruck voran. Der Konsumgüterriese setzt alles auf die Karte „Health, Beauty and Personal Care“ (HPC), um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Anleger blicken dabei vor allem auf eine milliardenschwere Abspaltung.
Der Milliarden-Pakt mit McCormick
Kernstück der Strategie von CEO Fernando Fernandez ist die Trennung von der Foods-Sparte. Ein Deal mit McCormick im Wert von rund 45 Milliarden Dollar ebnet den Weg zum reinen Spezialisten für Körperpflege und Schönheit. Parallel dazu nutzt das verbleibende Lebensmittel-Segment verstärkt künstliche Intelligenz, um Innovationen schneller an aktuelle Konsumententrends auszurichten.
Operativ zeigt sich der Konzern trotz eines schwierigen Marktumfelds widerstandsfähig. Das bereinigte Umsatzwachstum lag zuletzt bei 3,8 Prozent, wobei das Plus maßgeblich auf ein höheres Absatzvolumen von 2,9 Prozent zurückzuführen ist. Der Preisbeitrag steuerte lediglich 0,9 Prozent zum Wachstum bei.
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Volumen treibt das Wachstum
Besonders in Indien und Lateinamerika verzeichnete Unilever eine starke Nachfrage. Die Aktionäre partizipieren derweil an einem laufenden Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2029 plant der Vorstand, insgesamt rund sechs Milliarden Euro an die Anteilseigner auszuschütten.
Die operative Marge soll sich gegenüber dem Vorjahreswert von 20,0 Prozent leicht verbessern. An der Börse bleibt die Lage jedoch angespannt: Mit einem Kurs von 49,23 Euro notiert die Aktie seit Jahresbeginn rund elf Prozent im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt beträchtlich.
Charttechnisch kämpft das Papier aktuell mit wichtigen Marken zwischen 4.200 und 4.292 Pence. Ein nachhaltiger Ausbruch über 4.360 Pence wäre nötig, um den technischen Bias wieder ins Positive zu drehen. Klarheit über den weiteren Erfolg des Umbaus dürften die Halbjahreszahlen im Juli 2026 bringen. Zeitgleich endet die aktuelle Tranche des milliardenschweren Aktienrückkaufs.
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