UnitedHealth trotzt dem politischen Gegenwind aus Washington. Trotz verschärfter Senatsermittlungen schloss die Aktie am Donnerstag deutlich im Plus – Analysten-Upgrades scheinen derzeit schwerer zu wiegen als die Drohkulisse aus der Politik.
Senatoren erhöhen den Druck
Am Donnerstagabend verschärften die US-Senatoren Elizabeth Warren und Ron Wyden ihre Untersuchung gegen UnitedHealth. In einem scharfen Schreiben warfen sie dem Konzern vor, interne Dokumente zu Pflegeheim-Verlegungen zurückzuhalten. Der Vorwurf: UnitedHealth habe Pflegeheime finanziell incentiviert, notwendige Krankenhauseinweisungen älterer Patienten zu vermeiden – um Kosten zu sparen.
Die Senatoren fordern nun bis zum 28. Januar Unterlagen an, um zu prüfen, ob diese Praktiken direkt zu Patientenschäden führten. Solche Ermittlungen belasten Aktienkurse normalerweise spürbar. Doch UnitedHealth scheint sich dem Muster vorerst zu entziehen.
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Analysten setzen auf Stabilisierung
Parallel zum politischen Druck kamen am Donnerstag gleich zwei bullishe Signale von der Analystenfront. Evercore ISI stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch und setzt ein Kursziel von 400 Dollar. Die Begründung: „robuste Fundamentaldaten“ und eine erwartete Stabilisierung der medizinischen Kosten im laufenden Jahr.
Bernstein SocGen Group zog nach und erhöhte das Kursziel von 440 auf 444 Dollar. Beide Häuser ignorieren die regulatorische Unsicherheit weitgehend und sehen die aktuelle Bewertung als attraktiven Einstieg.
Quartalszahlen Ende Januar
Die Aktie notiert bei 346,85 Dollar und legte zuletzt um 1,5 Prozent zu. Damit nähert sich der Titel der Marke von 350 Dollar, die als nächster Widerstand gilt. Am 27. Januar folgen die Quartalszahlen – ein entscheidender Termin. Kann das operative Geschäft die politischen Risiken weiter in den Hintergrund drängen, dürfte die Rally Bestand haben. Bleibt die Gewinnentwicklung hingegen hinter den Erwartungen zurück, könnte der Druck aus Washington schnell wieder in den Fokus rücken.
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