Uranium Energy Aktie: 794 Millionen Dollar für Expansion
Uranium Energy verbucht operativen Verlust, da kein Uran verkauft wird. Das Unternehmen setzt auf steigende Preise und baut Produktion massiv aus.

Kurz zusammengefasst
- Verlust von 0,11 Dollar je Aktie
- Kein Uranverkauf im Quartal
- Produktion in Texas und Wyoming hochgefahren
- Liquide Mittel von 794 Millionen Dollar
Uranium Energy beendet das dritte Geschäftsquartal mit einem Verlust von 0,11 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten mit besseren Zahlen gerechnet. Nach einem anfänglichen Kursrutsch greifen Käufer inzwischen wieder zu. Aktuell notiert das Papier bei 10,00 Euro. Auf Monatssicht steht allerdings noch ein Minus von rund 15 Prozent auf der Kurstafel.
Warten auf höhere Preise
Der Fehlbetrag hat einen klaren Grund. Das Management verkaufte im abgelaufenen Quartal schlichtweg kein Uran. Uranium Energy fährt eine komplett ungesicherte Verkaufsstrategie. Das Unternehmen hortet das geförderte Material physisch. Das Ziel: Die Bestände sollen später zu höheren Marktpreisen verkauft werden.
Parallel dazu baut der Konzern seine Produktion massiv aus. Das Projekt Burke Hollow in Texas startete Anfang April den Betrieb. Es ist das größte neue In-situ-Rückgewinnungsprojekt der USA seit über zehn Jahren. Auch in Wyoming laufen die Anlagen hoch. Dort nahmen drei neue Förderstationen auf der Christensen Ranch die Arbeit auf. Ein weiteres Projekt namens Ludeman schloss kürzlich ein umfangreiches Bohrprogramm ab.
Milliardenmarkt im Visier
Finanziell steht Uranium Energy auf einem soliden Fundament. Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von 794 Millionen US-Dollar. Davon liegen fast 500 Millionen direkt als Bargeld bereit. Schulden hat der Konzern nicht.
Dieses Kapital fließt nun in den Aufbau einer heimischen Lieferkette. Eine Tochtergesellschaft erhielt kürzlich eine wichtige Zulassungsnummer der US-Atomaufsichtsbehörde. Geplant ist eine eigene Anlage zur Uranumwandlung. Damit positioniert sich das Unternehmen für staatliche Förderprogramme der US-Regierung.
Im vierten Geschäftsquartal dürften die Produktionsraten weiter steigen. Die neuen Anlagen in Texas und Wyoming erreichen dann ihre volle Kapazität. Für Aktionäre bleibt der Weg dennoch schwankungsanfällig. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 17,34 Euro aus dem Januar fehlt noch ein Aufschlag von über 40 Prozent.
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