Uranium Energy Corp. (UEC) arbeitet konsequent an seiner Vision einer vertikal integrierten Lieferkette für Kernbrennstoffe. Statt sich nur auf den Abbau zu konzentrieren, sichert sich das Unternehmen den Zugriff auf die Verarbeitung. Im Zentrum steht dabei eine entscheidende Abstimmung beim Junior-Miner Anfield Energy, die UEC den Weg zur Kontrolle über eine seltene US-Verarbeitungsanlage ebnen soll. Doch während die strategische Expansion voranschreitet, müssen Anleger kurzfristig rote Zahlen verkraften.
Zugriff auf strategische Infrastruktur
Am 27. Februar 2026 stand eine richtungsweisende Entscheidung an: Die Aktionäre von Anfield Energy stimmten darüber ab, UEC offiziell als „Control Person“ anzuerkennen. Dieser formale Schritt folgt auf eine Reihe von Investitionen, durch die UEC bereits rund 28,8 Prozent der Anfield-Anteile kontrolliert. Bei vollständiger Ausübung aller Optionen könnte dieser Anteil auf knapp 36,8 Prozent steigen.
Der treibende Faktor hinter diesem Engagement ist die Shootaring-Canyon-Mühle in Utah, die sich im Besitz von Anfield befindet. Sie ist eine der wenigen lizenzierten konventionellen Uranverarbeitungsanlagen in den USA. Für UEC ist diese Anlage ein unverzichtbarer Baustein, um die gesamte Wertschöpfungskette von der Extraktion bis zur Verarbeitung abzudecken. Ziel ist es, als einziger amerikanischer Produzent sowohl über Uran- als auch über UF6-Kapazitäten zu verfügen.
Vom Entwickler zum Produzenten
Das Geschäftsjahr 2025 markierte für UEC den Übergang vom reinen Entwickler zum Produzenten, insbesondere durch den Neustart der Christensen Ranch ISR-Mine in Wyoming. Diese Transformation fordert jedoch ihren finanziellen Tribut. Im ersten Geschäftsquartal 2026 wies das Unternehmen keine Umsätze aus und verbuchte einen Nettoverlust von rund 10 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatten Verkäufe aus dem Lagerbestand noch für Einnahmen gesorgt.
Die Bilanz präsentiert sich dennoch robust. Das Unternehmen ist schuldenfrei und verfügt über rund 700 Millionen US-Dollar in liquiden Mitteln und Uranbeständen. Eine Besonderheit der Strategie ist der Verzicht auf Absicherungsgeschäfte (Hedging). Damit profitiert UEC unmittelbar von steigenden Marktpreisen, trägt aber auch das volle Risiko bei Preisschwankungen. Die Aktie notierte zum Wochenschluss bei 12,96 Euro und verzeichnete auf 30-Tage-Sicht ein Minus von rund 23 Prozent, was die aktuelle Volatilität im Sektor widerspiegelt.
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Rückenwind durch Markt und Politik
Das Marktumfeld spielt der Expansionsstrategie in die Hände. Ein drohendes Versorgungsdefizit bei angereichertem Uran und geopolitische Spannungen haben den Spotpreis 2026 über die Marke von 100 US-Dollar pro Pfund getrieben. Gleichzeitig sorgt der Energiehunger von Rechenzentren und KI-Anwendungen für eine Renaissance der Kernkraft als verlässliche Energiequelle.
Auch institutionelle Anleger positionieren sich entsprechend. So hat die Vanguard Group ihren Anteil an UEC im dritten Quartal um 34,5 Prozent aufgestockt. Die Einstufung von Uran als kritisches Mineral durch den U.S. Geological Survey unterstreicht zudem die Bedeutung einer heimischen Versorgung, auf die UEC seine Strategie ausrichtet.
Klarheit im März erwartet
Für Investoren wird der 10. März zum nächsten wichtigen Termin. Die dann erwarteten Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal werden zeigen, ob der geplante Produktionshochlauf weiterhin im Zeitplan liegt und wie sich die operative Wende in den Zahlen niederschlägt.
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