Valneva-Aktie: Brutal!
Valneva verzeichnet kurzfristigen Kursrückgang trotz starker Gesamtentwicklung - Chikungunya-Impfstoff erhält Zulassung in Großbritannien als vierter Region

Kurz zusammengefasst
- Aktie mit 49% Gewinn seit Jahresbeginn
- Chikungunya-Impfstoff in vier Regionen zugelassen
- Expansion auf Minderjährige in Prüfung
- Erwarteter Jahresverlust von 50 Millionen Euro
Für die Aktie von Valneva wird es wieder brutal. Das Pharma-Unternehmen hat am Freitag einen Abschlag von mehr als -3,6 % hinnehmen müssen. Dabei ist die Bilanz der vergangenen fünf Tage mit dem Gewinn von rund 14,8 % noch immer ausgesprochen stark. Der Titel hat seit 1. Januar insgesamt sogar mehr als 49 % gewonnen. Das heißt: Der Markt hat sich für die Aktie von Valneva zuletzt durchaus bewegt. Nun kommt oder käme es darauf an, hier weiter durchzustarten. Die Frage wird sein, ob das wirklich gelingen kann.
Valneva: Alles auf Sand gebaut?
Die Notierungen sind in den vergangenen Wochen vor allem deshalb gestiegen, weil die Aktie vom Fortschritt bei der Marktdurchdringung mit dem Chikungunya-Impfstoff profitierte. Der Impfstoff gegen die Tropenkrankheit hat tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal, so jedenfalls die Experten.
Daher ist es sicher nicht verwunderlich, dass der Konzern nun eine vierte Region in den Vertrieb eingebunden hat: Großbritannien hat seine Zulassung gegeben. Das hatten vorher schon die USA, die EU und auch in Kanada. Die Zulassung gilt jeweils für Erwachsene, was eine Einschränkung ist, die Valneva noch nicht gefällt. Es geht jetzt bereits um die nächsten Schritte und darum, auch Minderjährige in die Zulassungen aufzunehmen.
Dies wird nun in den USA, in Kanada sowie in Europa geprüft. Die Aussichten sind damit unter dem Strich zunächst einmal recht gut. Auf der anderen Seite bleibt die Frage, wie es wirtschaftlich weiter geht. Denn die Märkte rechnen für das laufende Jahr mit Verlusten in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Noch ist nicht alles Gold, was glänzt. Dennoch: Der Aufwärtstrend ist aktuell absolut intakt.
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