Valneva-Aktie: Gibt es eine Vervielfachung?

Eine der spektakulären Aktien am Markt kann nach Meinung von Analysten der Pharma-Titel Valneva werden. Die Aktie ist allerdings am Freitag mit einem kleinen Verlust aus dem Wochenhandel gegangen – zumindest bei Tradegate. Mit dem Abschlag von -1,7 % ist die Aktie auf nur noch 2,06 Euro gefallen.
Der Titel bleibt damit in einem sehr massiven und lang anhaltenden Abwärtstrend. Und dennoch gibt es gerade unter den Analysten durchaus positive Stimmen.
Die Wahrheit hinter Valneva
Durch die Entwicklung des Chikungunya-Impfstoffs, mit dem es gegen eine Tropenerkrankung geht, die auch die US-Army betrifft, wrid das vergangene Geschäftsjahr für Valneva wohl positiv.
Die aktuellen Schätzungen sprechen davon, Valneva könnte einen Gewinn von ca. 10 Millionen Euro erwirtschaften. Doch alle Vorausschau für das nun laufende Geschäftsjahr zeigt wieder an, dass nun Nettoverluste eintreten werden. Valneva ist auf dem Weg, die Ansichten zu spalten.
Wer sich für die reine Trendentwicklung interessiert und die zu erwartenden Nettoverlust dazu addiert, wird aktuell bei nur 2 Euro Unterstützung eine schwache Schutzfunktion sehen. Die Aktie droht dann weiter zu fallen, so die Erwartung. Der Trend ist zu eindeutig.
Anders sehen es tatsächlich die Analysten, die sich wohl auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens selbst beziehen. Denn Valneva könnte den verschiedenen Zielschätzungen nach durchaus auf ein Vervielfachungspotenzial kommen. Zumindest sind demnach Kurse von über 4-5 Euro zu erwarten.
Vieles wird davon abhängen, wie gut der Vertrieb des Chikungunya-Impfstoffs tatsächlich verlaufen kann. Zuletzt war mit einem indischen Institut der Vertrieb vereinbart worden. Dabei ist nicht zu übersehen, dass wirtschaftlich noch immer Nettoverluste eine erhebliche Belastung darstellen – aber vielleicht haben die Analysten mit dem Verweis auf Chikungunya gegen den Trend auch einfach nur Recht. Die Bewertungswelten sind weit unterschiedlich.
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