Valneva Aktie: Nettoverlust verdreifacht auf 32,1 Millionen
Valneva verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen drastisch gestiegenen Verlust, kürzt die Jahresprognose und streicht weltweit bis zu 15 Prozent der Stellen.

Kurz zusammengefasst
- Nettoverlust auf 32,1 Millionen Euro gestiegen
- Umsatzprognose auf maximal 160 Millionen Euro gesenkt
- Weltweiter Stellenabbau von bis zu 15 Prozent
- Borreliose-Impfstoff zeigt vielversprechende Phase-3-Daten
Valneva zieht die Notbremse. Der Impfstoffhersteller meldet für das erste Quartal 2026 einen drastisch gestiegenen Verlust. Das Management kappt die Jahresziele und kündigt einen harten Sparkurs an. Die Aktie reagiert heute mit einem leichten Plus von 1,1 Prozent dennoch kaum.
Der Nettoverlust verdreifachte sich auf 32,1 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal standen noch minus 9,2 Millionen Euro in den Büchern. Einmalige Abschreibungen und Vertragskündigungen belasten das Ergebnis schwer. Parallel dazu brachen die Umsätze mit Reiseimpfstoffen ein.
Das Mittel Ixiaro brachte 20,2 Millionen Euro ein. Das ist ein spürbarer Rückgang, den Valneva mit verschobenen Lieferungen an das US-Militär begründet. Auch die Verkäufe des Cholera-Impfstoffs Dukoral fielen auf 8,6 Millionen Euro. Ein geplanter Rückzug aus dem Vertrieb von Fremdprodukten drückte die Einnahmen zusätzlich.
Die Folge: ein hartes Sparprogramm. Valneva streicht weltweit bis zu 15 Prozent der Stellen. Damit will der Konzern seine Betriebskosten deutlich senken. Das Management reduzierte die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf maximal 160 Millionen Euro. Geopolitische Spannungen dämpfen laut Finanzchef Peter Bühler die Nachfrage nach Reiseimpfstoffen.
Anleger kennen diesen Abwärtsdruck bereits. Seit Jahresbeginn hat die Valneva-Aktie rund 33 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert das Papier bei 2,59 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5,16 Euro ist der Kurs weit entfernt.
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Ein Lichtblick bleibt der Borreliose-Impfstoffkandidat. Valneva entwickelt das Mittel gemeinsam mit Pfizer. Die jüngsten Phase-3-Daten zeigten eine Wirksamkeit von knapp 75 Prozent. Zwar verfehlte eine erste Analyse das statistische Hauptziel knapp. Eine zweite Auswertung erfüllte die Vorgaben jedoch.
Auch beim Chikungunya-Impfstoff geht es voran. In Brasilien läuft eine Kampagne mit bereits 30.000 geimpften Erwachsenen. Die dortige Behörde erlaubte nun die lokale Produktion durch einen Partner.
Der Fokus richtet sich jetzt auf Pfizer. Der US-Konzern plant noch im Jahr 2026 die Zulassungsanträge für den Borreliose-Impfstoff bei den Behörden in den USA und Europa.
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