Valneva lieferte eigentlich genau das, worauf Anleger gewartet hatten: positive Studiendaten zum wichtigen Borreliose-Impfstoff. Doch statt einer Rallye zogen Investoren kurz vor dem Wochenende die Reißleine und schickten das Papier auf Talfahrt. Warum bricht der Kurs trotz klinischer Erfolge ein, und ist die langfristige Wachstumsstory damit in Gefahr?
Klassisches „Sell the News“
Der Wochenausklang geriet für Aktionäre zur bitteren Enttäuschung. Obwohl Valneva zur Wochenmitte solide Ergebnisse für den Impfstoffkandidaten VLA15 präsentierte, reagierte der Markt am Freitag brutal. Hier greift eine klassische, oft schmerzhafte Börsenweisheit: „Sell the News“. Die guten Nachrichten waren vom Markt weitgehend antizipiert worden, weshalb kurzfristig orientierte Händler nach der Bestätigung ihre Gewinne mitnahmen.
Das Ergebnis schlug sich deutlich im Kurs nieder: Die Aktie rutschte um fast 7 Prozent ab und landete zum Handelsschluss bei glatten 4,00 Euro. Damit wurde die jüngste Stabilisierungsphase abrupt beendet.
Gefährliche Nachrichten-Lücke
Das eigentliche Problem liegt nicht in der Qualität des Wirkstoffs – die Daten zeigten eine robuste Antikörperreaktion und ein gutes Sicherheitsprofil, selbst bei Kindern. Die Herausforderung für den Aktienkurs ist der Zeitfaktor. Mit dem Abschluss der Phase 2 beginnt nun eine Geduldsprobe.
Da der Partner Pfizer die Zulassungsanträge laut Unternehmensmeldungen erst für 2026 plant, entsteht ein Vakuum an kurstreibenden Nachrichten. Diese Perspektive sorgt für Nervosität, da der Biotech-Sektor schnelle Ergebnisse und stetigen Newsflow liebt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Valneva?
Die Gründe für den Rücksetzer lassen sich klar zusammenfassen:
* Fehlender Überraschungseffekt: Die positiven Daten waren eingepreist.
* Wartezeit bis 2026: Bis zur geplanten Zulassung fehlen kurzfristige Impulse durch den Borreliose-Kandidaten.
* Finanzieller Druck: Trotz Fortschritter beim Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ bleibt der Weg zur nachhaltigen Profitabilität steinig.
Kampf um die Chart-Marken
Die technische Lage hat sich durch den Abverkauf kurzfristig eingetrübt. Anleger blicken nun gebannt auf die Unterstützungszone zwischen 3,80 Euro und 3,90 Euro. Sollten diese Marken in der kommenden Woche nicht halten, droht ein Test der Jahrestiefs.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer für mutige Anleger: Mit einem RSI von 18,9 ist der Titel technisch gesehen extrem überverkauft, was eine kurzfristige Gegenbewegung wahrscheinlicher macht. Fundamental hängt nun alles am kommerziellen Hochlauf des Chikungunya-Impfstoffs und dem reibungslosen Fortgang der Phase-3-Studie durch Pfizer. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Freitag nur ein panikartiger Ausverkauf war oder der Startschuss für eine tiefere Korrektur.
Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
