Valneva trommelt bei Investoren – und das nicht ohne Grund. In den kommenden Wochen will das Management gezielt erklären, was 2026 auf dem Spiel steht: die finalen Phase-3-Daten zum Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15, die in der ersten Jahreshälfte erwartet werden. Kann diese Kommunikations-Offensive den Markt bis zu den entscheidenden Daten stabil bei der Stange halten?
Termine vor dem VLA15-Meilenstein
Den Auftakt machte Valneva am 4. März auf der 46. jährlichen Health Care Conference von TD Cowen in Boston. CEO Thomas Lingelbach und CFO Peter Bühler präsentierten dort den aktuellen Stand – es ist der Startschuss für weitere Auftritte im Frühjahr.
Schon am 10. März folgt der nächste Termin auf dem Jefferies Biotech Summit in Miami. Mitte April steht außerdem die Van Lanschot Kempen Life Sciences Conference in Amsterdam auf dem Programm. Die Stoßrichtung ist klar: Der Kapitalmarkt soll vorab „mitgenommen“ werden, bevor Pfizer die finalen Phase-3-Ergebnisse zu VLA15 in H1 2026 veröffentlicht.
VLA15 gilt dabei als zentraler Kurstreiber, weil es laut Unternehmen der einzige Borreliose-Impfstoffkandidat weltweit in einem so fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsstadium ist. Entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit für diesen Datenpunkt.
Zahlen als Fundament für die Gespräche
Inhaltlich stützt sich Valneva in den Investorengesprächen auf die vorläufigen Geschäftszahlen 2025. Gemeldet wurden 174,7 Mio. Euro Umsatz. Für 2026 stellt das Management 155 bis 170 Mio. Euro in Aussicht.
Dass die Prognose leicht unter dem Vorjahresniveau liegt, begründet das Unternehmen mit dem geplanten Abbau von Vertriebsaktivitäten für Drittanbieter. Für Anleger ist das ein wichtiger Kontext: Der Blick richtet sich zwar stark auf VLA15, doch im Tagesgeschäft setzt Valneva zugleich Prioritäten bei der kommerziellen Aufstellung.
Am Markt spiegelt sich diese Gemengelage in einem Kurs, der über längere Zeit deutlich zugelegt hat, zuletzt aber wacklig wirkte: Der Schlusskurs von gestern lag bei 4,68 Euro, auf 30 Tage steht ein Plus von 13,81%. Auffällig ist zugleich der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 18,9 – ein Signal, dass die Aktie kurzfristig stark unter Druck geraten ist.
Pipeline: Auch Shigellen bleiben im Plan
Neben Borreliose verweist Valneva auf Fortschritte in der Pipeline. Für den Shigellen-Impfstoffkandidaten S4V erwartet das Unternehmen noch im Jahr 2026 erste Daten aus einer Phase-2-Studie. Das ist kein Ersatz für den VLA15-Katalysator, aber ein zweites, klar datiertes Projekt, das im Jahresverlauf Aufmerksamkeit binden dürfte.
Unterm Strich läuft die Roadshow damit auf ein Ziel hinaus: Bis zur in H1 2026 erwarteten Veröffentlichung der finalen Phase-3-Daten zu VLA15 will Valneva Investoren eng informieren – und dabei das 2026er-Umsatzbild von 155 bis 170 Mio. Euro sowie die Pipeline-Meilensteine wie S4V als Rahmen setzen.
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